So viel kosten Essen und Getränke bei den Spielen

Preise bei Olympia

Eine Currywurst? Das macht dann zwölf Euro, bitte


16.02.2026 – 07:55 UhrLesedauer: 2 Min.

Das große Fanzelt in Antholz: Hier gibt es Speisen und Getränke. (Quelle: IMAGO/Roni Rekomaa)

Die Olympischen Spiele locken Millionen Fans an. Und die wollen an den Anlagen auch essen und trinken. Das kann teuer werden.

Von den Olympischen Spielen berichten Melanie Muschong und Benjamin Zurmühl

Wenn in Antholz ein Biathlon-Wettbewerb gegen 14 Uhr beginnt, sind schon Stunden zuvor Tausende Fans auf der Anlage in Südtirol. Mehr als fünf Stunden vor dem Start stehen sie schon in der Schlange am Eingang, um zum Stadion zu kommen. Auf ihre Plätze auf der Tribüne gehen aber nur wenige Fans.

Viele besuchen vorab noch den Fanshop oder gehen in das große Zelt. Denn dort gibt es Dutzende Biertischgarnituren zum Sitzen, eine Bühne mit Musik – und natürlich auch Essen und Getränke. Wer aber auf ein Schnäppchen hofft, wird enttäuscht. Denn die Preise haben es zum Teil in sich. Eine Currywurst kostet beispielsweise zwölf Euro, ein Käsebrot acht Euro, ein Brötchen mit Leberkäse oder eine Bratwurst mit Brot auch. Für eine Portion Gulasch mit Knödel werden 16 Euro fällig.

Wer noch einen Schokoladenkeks als Nachtisch haben will, muss fünf Euro in die Hand nehmen. Bei den Getränken gibt es auch eine Auswahl. Der Preis für ein Bier beträgt sieben Euro, ein Softgetränk kostet 4,50 Euro, Wasser zwei Euro. Wer etwas Warmes trinken will, hat die Auswahl zwischen einem Tee (zwei Euro), einem Glühwein (fünf Euro) und einem Apfelglühmix (fünf Euro)

Dabei gibt es zwischen den Anlagen auch Unterschiede. Beim Skispringen in Predazzo ist die Essensauswahl eine andere, zudem auch etwas kleiner. Dort gibt es ein Stück Pizza Margherita für zehn Euro, ein Club Sandwich für sieben Euro. Für eine Portion Polenta mit Käse und Pilzen verlangt der Veranstalter 15 Euro. Der Glühwein (sechs Euro) und der Tee (drei Euro) sind für Skisprung-Fans sogar noch einmal einen Euro teurer als für die Besucher beim Biathlon.

Für die Preise verantwortlich sind nicht die lokalen Betreiber, die sonst beispielsweise auch im Weltcup im Einsatz sind, sondern das IOC als Veranstalter der Olympischen Spiele. Das IOC verkauft daher auch vor allem die Produkte seiner Sponsoren. Bier gibt es in erster Linie von Corona, bei den nichtalkoholischen Getränken sind die Partner auch vorgegeben.

Das ist für sportliche Großveranstaltungen nicht unüblich. Bei der Fußball-WM gibt die Fifa den Takt vor, bei einer Fußball-EM die Uefa. Das wirkt sich auch in andere Bereiche aus. Wer nämlich bei Olympischen Spielen mit einer MasterCard bezahlen will, geht leer aus. Denn Visa ist Partner der Spiele. Immerhin: Bargeld ist erlaubt.

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