Pilotprojekt in Frankfurt

So soll das Boarding am Flughafen künftig aussehen

27.10.2026 – 18:17 UhrLesedauer: 1 Min.

Lounge statt Wartehalle: Am Frankfurter Flughafen testen Fraport und Lufthansa neue Services kurz vor dem Abflug. (Quelle: Helmut Fricke)

Kein klassischer Schalter, mobiles Personal, digitale Self-Services: Am Frankfurter Flughafen testen Fraport und Lufthansa eine neuen Bereich vor dem Abflug.

Am Flugsteig A16 des Frankfurter Flughafens haben Fraport und Lufthansa ein Testgate eingerichtet, das neue Abläufe und Technologien für Passagiere erprobt. Statt an einem festen Schalter zu warten, bewegt sich das Servicepersonal dort mobil durch den gesamten Gatebereich und spricht Reisende direkt an. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Unternehmen hervor.

Die Servicekräfte führen Tablets mit sich, über die sie Fluginformationen abrufen und Boarding-Systeme wie etwa Lautsprecheransagen steuern können. Einen verkleinerten Schalter mit einem Arbeitsplatz soll es weiterhin geben.

Passagiere können sich über QR-Codes mit ihren Mobilgeräten in digitale Informations- und Self-Service-Systeme einloggen. Zur Ausstattung des Testgates gehören außerdem loungeähnliche Möbel, Kunstwerke, großformatige Wandmonitore und 360-Grad-Displays.

Lufthansa und Fraport wollen nach eigenen Angaben testen, welche neuen Angebote bei den Kunden besonders gut ankommen. (Quelle: Helmut Fricke)

Fraport und Lufthansa wollen Elemente übernehmen

Fraport und Lufthansa wollen auswerten, welche der neuen Angebote bei den Passagieren besonders gut ankommen. Die Ergebnisse sollen dann als Grundlage dafür dienen, welche Elemente auch an anderen Gates übernommen werden.

Fraports operativer Geschäftsführer Dietmar Focke erklärte: „Die Zukunft des Reisens entsteht nicht im Labor, sondern im laufenden Betrieb.“ Lufthansa-Bereichsvorstand Francesco Sciortino sagte: „Frankfurt ist der Hub mit den besten Verbindungen und der größten Konnektivität in Europa – und genau das wollen wir gemeinsam weiterentwickeln.“

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