
Serienstar im Wandel
So sieht „Biene“ heute aus
Aktualisiert am 07.01.2026 – 05:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Von 2000 bis 2007 spielte Heike Kloss in der Comedyserie „Alles Atze“ die „Biene“. Mittlerweile ist sie 57 Jahre alt – und hat sich kaum verändert.
Wer Anfang der Zweitausenderjahre am Freitagabend den Fernseher einschaltete, kam an „Alles Atze“ kaum vorbei. Die RTL-Serie um Ruhrpott-Macho Atze Schröder hat heute Kultstatus. Der Komiker spielte in seiner Paraderolle einen Kioskbesitzer in Essen-Kray, der einen türkischen Angestellten namens Murat Günaydin beschäftigt und seinen Vermieter Richard Plattmann (Opa Pläte) in den Wahnsinn treibt.
Am 7. Januar 2000 begeisterte die Sitcom erstmals ihre Zuschauer. Das ist heute genau 26 Jahre her. Aber nicht nur für den Hauptdarsteller war die Serie ein Erfolg, auch für Heike Kloss war es die große Rolle: Als Freundin des Kioskbesitzers eroberte die Schauspielerin die Herzen der Fans.
Die Serie griff auf humoristische Weise gängige gesellschaftliche Vorurteile auf und trieb sie auf die Spitze. So wurde Murat, gespielt von Fatih Cevikkollu, immer wieder mit derben Sprüchen auf seine Herkunft reduziert. Opa Pläte (Jürgen Mikol) dagegen war der griesgrämige Rentner, der alles besser wusste und für den Ausländerfeindlichkeit fast schon selbstverständlich war.
Atzes bester Freund Harry Möller (Norbert Heisterkamp) war ein minderbemittelter Bodybuilder, der sich ausschließlich über seine Muskeln und Sex definierte. Polizist Viktor Schimanek (Johannes Rotter und Waldemar Kobus) war ebenfalls keine Leuchte. Er erkannte einen Verbrecher selbst dann nicht, wenn er mit erhobenen Händen vor ihm stand.
Und dann war da noch „Biene“, Atze Schröders Freundin. Eigentlich hieß sie Sabine Dreher, doch niemand nannte sie so. „Biene“ war ebenfalls eine Projektionsfläche – für das Klischee blond und blöd. Gespielt von Heike Kloss eroberte die Figur mit der grenzenlosen Naivität schnell die Herzen der Zuschauer. Ihren Freund Atze himmelte sie förmlich an. Typisch für die Rolle war der Ausruf: „Atze, du bist soooo süß!“