So sieht der neue Flugsteig aus

Platz für mehr Passagiere

Eröffnung im April: Neuer Flugsteig am Airport


03.02.2026 – 20:21 UhrLesedauer: 2 Min.

Helle und moderne Sicherheitskontrolle: So bewirbt der Münchner Flughafen den neuen Flugsteig, dessen Eröffnung für den 13. April geplant ist. (Quelle: Flughafen München)

Der Münchner Flughafen will mehr Passagiere abfertigen. Möglich machen soll es ein neuer Flugsteig, die Bauarbeiten stehen kurz vor dem Abschluss.

40 Airlines, eine neue Lounge und sechs Millionen zusätzliche Passagiere: Das erwartet der Münchner Flughafen von einem neuen Flugsteig, der ab April eröffnen soll. Das Projekt befindet sich bereits seit Jahren im Bau. Der Betreiber verspricht sich davon eine schnellere Abfertigung der Passagiere.

Den Betrieb hat man bereits im Oktober bei einer Generalprobe geübt, bei der über 1.000 Komparsen zum Einsatz kamen. Nun stehen die Arbeiten kurz vor dem Abschluss, eröffnet werden soll der „Terminal 1 Pier“ am 13. April.

Bei dem Flugsteig handelt es sich trotz der sprachlichen Nähe zum „Bahnsteig“ eigentlich um einen großen Neubau, der eine Fläche von 95.000 Quadratmetern umfasst. Das Gebäude ragt rund 360 Meter in das westliche Vorfeld hinaus und dockt damit auch an den älteren B-Bereich des Terminals an: Hier fliegen vor allem innereuropäische Flüge von Airlines, die nicht zur Lufthansa gehören.

Das Branchenportal „aero“ berichtet, dass neben einer großen Lounge, die vom Flughafen betrieben wird, die saudi-arabische Airline Emirates eine weitere Lounge bauen wird. Auf technischer Seite wurden laut Betreiber außerdem neueste Sicherheitsgeräte und E-Gates zur elektronischen Passkontrolle erbaut. Das soll vor allem die Einreise für Reisende aus EU-Drittstaaten vereinfachen. Auch Flächen für Gastronomie und Geschäfte soll es geben.

Insgesamt hat man beim Bau 665 Millionen Euro investiert. Der „Pier“ soll aber nicht nur eine angenehmere Reise ermöglichen, sondern auch deutlich mehr Passagiere über München fliegen lassen: 40 Airlines sollen dort an 12 neue Start- und Landeslots kommen. Damit würde das Passagiervolumen am Flughafen München auf fast 48 Millionen steigen.

Weil innerhalb der EU mittlerweile ein neues System zur Einreise gilt – das sogenannte Entry-Exit-System, kurz: EES – werden dafür elektronische Passkontrollen einer neuen Generation benötigt. Sie müssen etwa bei der Einreise Fingerabdrücke und Pässe elektronisch erfassen und in einer Datenbank abspeichern können. Auch die Ausreise soll erfasst werden. Die modernen Geräte sind im „Pier“ aufgebaut und können damit Passagiere, die nicht aus dem Schengenraum stammen, schneller abfertigen.

Auch deshalb wird der neue Flugsteig künftig bevorzugt von Airlines genutzt, deren Ziele außerhalb des Schengenraums liegen, darunter Delta, Qatar Airways, Etihad und Emirates oder American Airlines.

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