„Rosenheim-Cops“-Star
Mutter in Haft: Karin Thaler hielt dennoch zu ihr
25.03.2026 – 17:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Karin Thalers Mutter war spielsüchtig. Das Problem hätte die „Rosenheim-Cops“-Schauspielerin fast in den Ruin getrieben.
Karin Thaler ist vielen als Ermittlerin Marie Hofer bei den „Rosenheim-Cops“ bekannt. Doch auch die Schauspielerin selbst hat einiges zu erzählen. Im Interview mit der Zeitschrift „Bunte“ spricht sie nun über ihre Familiengeschichte.
Es geht um die Spielsucht ihrer Mutter, um Schulden, die Karin Thaler selbst abzutragen versuchte, und um eine Haftstrafe. Die Mutter der Schauspielerin wurde 1993 wegen versuchter räuberischer Erpressung und Diebstahls verurteilt.
Anfangs habe ihre Mutter die Casinobesuche auf gesundheitliche Probleme geschoben. „Uns erzählte sie, dass sie durch die Spielautomaten ihren Tinnitus übertönen könne, der sie mit Anfang 50 zu quälen begann. Ich nahm das zunächst nicht ernst und wusste nicht, in welch schrecklichen Kreislauf sie geraten war“, so Thaler. Bis heute weiß sie nicht, was damals ihr Antrieb für die Besuche war.
Doch mit der Zeit häuften sich die Schulden. Thaler versuchte, sie zu begleichen. „Ich habe wie eine Blöde gearbeitet, um ihre Schulden zu bezahlen, die sie überall gemacht hat“, erinnerte sich die Schauspielerin. Die Spielsucht habe sie fast in den Ruin getrieben.
Rückblickend sieht sie ihr damaliges Verhalten als Teil eines Abhängigkeitsgeflechts: „Heute weiß ich, dass ich co-abhängig von ihrer Spielsucht war und in einer toxischen Beziehung zu ihr feststeckte.“
Der Tiefpunkt kam 1993. Ihre Mutter versuchte, einen Supermarkt zu erpressen, und forderte fünf Millionen Mark. Sie drohte, der Presse mitzuteilen, im Hüttenkäse des Marktes sei Gift, wenn sie das Geld nicht bekomme. Das Gericht verurteilte sie zu dreieinhalb Jahren Haft. Karin Thaler hielt dennoch zu ihr.
Inzwischen ist Thalers Mutter tot. Sie ist bereits im Jahr 2022 „nach langer Krankheit friedlich eingeschlafen“, wie Thaler in einem Interview mit „Wunderweib“ erzählte.
