
Mit Beginn seiner Lehre war für ihn aber klar: „Es war eine glückliche Wahl. Und es war definitiv die richtige Wahl.“ Nach der Ausbildung in Hamburg machte er unter anderem Station in London, wo er gemeinsam mit dem damals ebenfalls noch unbekannten Koch Jamie Oliver arbeitete.
Mälzer hat vier Restaurants, darunter die „Bullerei“ und „Die gute Botschaft“ in Hamburg. Doch es müssen für ihn nicht immer Gourmetspeisen oder eigens gekochte Kreationen sein, sondern gern das Essen seiner Kindheit. „Das ist der Wackelpeter, das sind bei mir die Dosenravioli, die Spaghetti Bolognese und lustigerweise sowas wie Spezi zu bestimmten Genüssen“, sagte Mälzer der Deutschen Presse-Agentur. Zufriedenzustellen sei er auch mit einem Ikea-Hotdog, Dosenmandarinen oder Fertigmayo.
Die Karriere von Tim Mälzer klingt nach einer aus dem Bilderbuch. Doch 2006 wurde der Koch mit gesundheitlichen Problemen konfrontiert – er hatte Burn-out. „Der ganze Druck ist mir zu viel geworden. Ich habe komplett meine Balance verloren. Ich hatte keine Basis mehr“, erzählte er 2019 in der Vox-Sendung „Der Vertretungslehrer“. Er habe in sehr kurzer Zeit viel über das Leben und sich lernen dürfen, „was mir mein heutiges Leben sehr viel schöner, leichter und entspannter macht“, so Mälzer. Heute geht er proaktiv und mit Humor mit Scheitern um.