
Geheimtipp nach dem Unfall
Simpler Rechentrick: Diese Zahl rettet Ihr Auto vor der Schrottpresse
09.02.2026 – 12:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Unfall, ein Blechschaden – und schon soll Ihr Auto auf den Schrottplatz. Weil Reparaturen immer teurer werden, erklären Versicherer schnell den Totalschaden. Doch es gibt einen Kennwert, der Ihr Fahrzeug rettet.
Die Zahlen des Vergleichsportals Verivox sind eindeutig: Seit 2022 sind die Versicherungstarife für Autofahrer im Durchschnitt um 40 Prozent gestiegen. Grund dafür sind die Kosten für Ersatzteile und Werkstätten. Diese Teuerung führt dazu, dass eine Reparatur heute oft den Marktwert des Autos übersteigt.
Nach einem Unfall kommen Versicherer deshalb in ihrer Berechnung oft auf einen wirtschaftlichen Totalschaden. Früher waren davon vor allem Wracks betroffen. Heute reicht es häufig bereits, wenn ein älteres Modell einen Blechschaden hat. Die Versicherung zahlt dann nur noch den Wiederbeschaffungswert aus. Das Problem: Mit dieser Summe lässt sich meist kein gleichwertiger Ersatz finanzieren. Ein Auto wird zum Entsorgungsfall, obwohl man es noch vor der Schrottpresse bewahren könnte.
Es gibt jedoch eine juristische Grenze, die über den Erhalt des Wagens bestimmt: die 130-Prozent-Regel. Die gegnerische Haftpflichtversicherung muss die Reparatur auch dann vollständig übernehmen, wenn die Kosten den Fahrzeugwert um maximal 30 Prozent übersteigen.
Besitzer von Elektroautos sind von der Kostenentwicklung besonders betroffen. Obwohl sie seltener Unfälle verursachen, sind die Reparaturen teurer. Die Hochvolt-Technik und spezialisierte Fachbetriebe treiben die Preise in die Höhe. Das ist zumindest die offizielle Erklärung. In Wahrheit steckt jedoch häufig ein dreister Werkstatt-Trick dahinter, gegen den sich Besitzer aber wehren können. Solche Methoden führen dazu, dass Elektrofahrzeuge nach einem Unfall noch schneller als Totalschaden eingestuft werden.
Unabhängig von der Schadenshöhe gilt: Beide Seiten haben ein Sonderkündigungsrecht, sobald eine Versicherung die Regulierung übernimmt oder ablehnt. So haben Autofahrer die Chance, aus teuren Verträgen auszusteigen und die gestiegenen Beiträge durch einen Wechsel zu begrenzen.