So profitieren Anleger von Wachstumstrends

Keine Angst vor dem Investieren

Warum die Börse langfristig wächst – trotz Rückschlägen


Aktualisiert am 30.01.2026 – 06:50 UhrLesedauer: 6 Min.

Containerhafen früh am Morgen: Die globale Wirtschaft treibt Börsenkurse langfristig an, trotz großer Schwankungen. (Quelle: thitivong)

In einer Ratgeberserie erklärt die t-online-Redaktion Schritt für Schritt, wie ein erfolgreicher Start an die Börse gelingen kann. Heute geht es um die Wirtschaft und warum es langfristig meistens nach oben geht.

Die eine Börse gibt es nicht – genauso wenig wie den einen Markt. Weltweit existieren viele Handelsplätze, an denen Menschen und Institutionen Wertpapiere kaufen und verkaufen. Doch egal, ob in Frankfurt, New York oder Tokio: Am Ende hängt vieles von einer gemeinsamen Grundlage ab – der Weltwirtschaft.

Und ein Blick zurück zeigt: Diese ist langfristig meist gewachsen. Genau deshalb lautet eine verbreitete These auch: Langfristig steigen Aktienkurse, weil Unternehmen über die Jahre mehr produzieren, mehr verkaufen und mehr verdienen, und neue Geschäftsmodelle und Geschäftsfelder alte ablösen.

Allerdings verläuft dieser Weg nicht glatt. Es geht nicht dauerhaft nur nach oben. Immer wieder gibt es Phasen, in denen Kurse schwanken oder sogar stark in die Höhe schnellen oder einbrechen. Fachleute nennen das Volatilität – die typische Unruhe an den Märkten.

Aber wie entstehen Börsenkurse überhaupt? Warum können sie kurzfristig völlig verrücktspielen – und warum spielt das auf lange Sicht keine Rolle?

Damit eine Börse funktioniert, braucht es vor allem eines: Händler – also Menschen und Institutionen, die Wertpapiere kaufen oder verkaufen. An der Börse handeln sowohl Privatanleger als auch institutionelle Anleger. Dazu zählen zum Beispiel Banken, große Konzerne, Vermögensverwalter, Hedgefonds, Staaten, aber auch sehr vermögende Einzelinvestoren.

Wer Aktien eines Unternehmens besitzt, ist Miteigentümer. Das bedeutet: Man hält einen kleinen Anteil am Unternehmen. Und je mehr Aktien jemand besitzt, desto größer ist auch die Beteiligung am wirtschaftlichen Erfolg – oder Misserfolg – dieser Firma.

Große Investmentfirmen wie Blackrock oder Vanguard sowie der norwegische Staatsfonds besitzen erhebliche Anteile an internationalen Unternehmen. Das tun sie nicht aus Wohltätigkeit, sondern weil sie damit Geld verdienen wollen. Denn die Unternehmen erwirtschaften Gewinne – und Aktionäre möchten als Miteigentümer davon profitieren.

Warum steigen oder fallen Kurse? Der Grundmechanismus ist überraschend einfach: Angebot und Nachfrage. An der Börse werden viele verschiedene Wertpapiere gehandelt, zum Beispiel:

Wenn die Nachfrage nach einem Wertpapier hoch ist, steigt der Preis. Wenn nur wenige kaufen wollen, fällt er. Ein Handel kommt aber nur zustande, wenn ein Verkäufer einen Käufer findet, der bereit ist, den Preis zu zahlen. Ist niemand bereit, diesen Preis zu bezahlen, findet keine Transaktion statt. Bieten Käufer mehr, steigt der Preis. Bieten sie weniger, sinkt er.

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