
Kult-Schauspieler und Synchronsprecher
Lambert Hamel ist tot – so prägte Köln seine Karriere
17.02.2026 – 18:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Deutschland trauert um Schauspieler Lambert Hamel, der im Alter von 85 Jahren gestorben ist. In Köln machte er wichtige Schritte auf dem Weg zum TV-Star.
Schauspieler und Synchronsprecher Lambert Hamel ist tot. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Demnach habe die Familie des TV-Stars der dpa mitgeteilt, dass Hamel am vergangenen Freitag nach kurzer, aber schwerer Krankheit gestorben sei. Er wurde 85 Jahre alt.
Hamel wurde am 7. Juni 1940 in Ludwigshafen am Rhein geboren. Vor seiner Karriere als Schauspieler studierte er in den 1960er-Jahren Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaft an den Universitäten in Heidelberg und Köln. Danach ging er zwar für eine Schauspielausbildung an die Westfälische Schauspielschule in Bochum, kehrte aber bald in die Domstadt zurück. Unter dem Theaterintendanten Arno Assmann spielte Hamel von 1964 bis 1968 bei den Bühnen der Stadt Köln.
Hier entdeckte ihn auch Helmut Henrichs, der Intendant des Bayerischen Staatsschauspiels in München. Als dieser Hamel in der Rolle des Artur im Stück „Tango“ von Sławomir Mrożek sah, engagierte er ihn auch für sein eigenes Haus. Wenige Jahre später schaffte Hamel vom Theater auch den Sprung ins Film- und Fernsehgeschäft.
Ab 1970 spielte er in vier Folgen der Kult-Serie „Der Kommissar“ mit, es folgten Rollen bei „Derrick“, „Tatort“, „Wilsberg“ und etlichen weiteren Produktionen. Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler war Hamel auch als Synchronsprecher in Filmen und Serien zu hören. Zuletzt stand er für den im Jahr 2022 erschienenen Film „Gestern waren wir noch Kinder“ vor der Kamera.
Trotz seiner Auftritte in Filmen und TV-Produktionen gehörte seine große Leidenschaft bis zum Schluss dem Theater. „Die Bühne heilt“, sagte Hamel einst. „Wenn ich in der Garderobe bin und dann auf die Bühne gehe, ist alles gut. Die Aufregung, das Adrenalin – das motiviert.“