Breivik saß dort auch ein

So lebt Marius Borg Høiby im Ila-Gefängnis


Aktualisiert am 15.06.2026 – 20:51 UhrLesedauer: 3 Min.

Mette-Marit und Marius Borg Høiby: Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin wurde wegen Vergewaltigung schuldig gesprochen. (Quelle: Bernard Rubsamen / Bestimage/imago)

Seit dem 12. Juni ist Marius Borg Høiby im Ila-Gefängnis westlich von Oslo. In dieser Hochsicherheitsanstalt saßen bereits Terroristen, Mörder und Spione ihre Strafen ab.

Das Ila-Gefängnis in der Nähe von Oslo gehört zu den am stärksten gesicherten Haftanstalten Norwegens. Seit dem 12. Juni sitzt dort auch Marius Borg Høiby in Untersuchungshaft. Ob er dort bleiben wird, ist bisher nicht bekannt.

Der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit ist am Montag für eine Reihe von Straftaten zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Zudem wurde ihm eine einstweilige Verfügung auferlegt.

Nachdem Høiby den Großteil der Untersuchungshaft in der Haftanstalt Oslo Fengsel verbracht hatte, wurde er nun in eine andere Anstalt gebracht. Die Einrichtung Ila verfügt über wenige Haftplätze, hohe Sicherheitsstandards und war lange Zeit vor allem auf Straftäter ausgerichtet, die schwere Gewalt- oder Terrorverbrechen begangen hatten.

Die Gefängnis- und Sicherungsverwahrungsanstalt Ila von außen. (Quelle: Wikicommons)

Von Breivik bis Vikernes: Diese bekannten Straftäter saßen in Ila

International bekannt wurde das Gefängnis vor allem durch Anders Behring Breivik. Der Rechtsterrorist verbüßte dort über Jahre seine Strafe. Breivik hatte am 22. Juli 2011 bei den Anschlägen in Oslo und auf der Insel Utøya insgesamt 77 Menschen getötet und Hunderte weitere verletzt. Seit 2023 ist er im Gefängnis bei Ringerike untergebracht.

Anders Behring Breivik: Der Massenmörder saß bis vor einigen Jahren im Ila-Gefängnis ein. (Quelle: reuters)

Zu den früheren Insassen gehörte auch Varg Vikernes. Der Norweger wurde wegen Mordes verurteilt und erregte darüber hinaus durch mehrere Kirchenbrandstiftungen Aufsehen.

Ebenfalls in Ila inhaftiert war der Rechtsextremist Philip Manshaus. Er wurde nach einem Anschlag auf eine Moschee im Jahr 2019 verurteilt. Auch Arne Treholt, ein früherer Diplomat, der wegen Spionage für die Sowjetunion verurteilt worden war, saß zeitweise in der Haftanstalt.

Im Video | Mette-Marit von Norwegen: Der tiefe Fall der Kronprinzessin

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Eine der strengsten Haftanstalten Norwegens

Das Gefängnis liegt in Bærum westlich von Oslo und verfügt über 124 Haftplätze. Mehr als die Hälfte der Insassen befindet sich in Sicherheitsverwahrung. Kurzzeitstrafen oder Untersuchungshäftlinge gehören dort bisher eher zur Ausnahme.

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