So sei zum Beispiel überlegt worden, das Tier mit feuchten Tüchern abzudecken, um seine Haut zu schützen, erklärte der Meeresbiologe. „Sie ist in einem katastrophalen Zustand.“ Dadurch, dass sich der Wal seit Wochen in der Ostsee aufhalte und somit in einem Gewässer, das für ihn den falschen Salzgehalt hat, sei seine Haut aufgeschwemmt. „Pilze und Bakterien haben die Haut angegriffen. Mittlerweile löst sie sich in großen Platten ab. Darunter ist bereits die Unterhaut zu sehen“, so Maack.

Die Überlegung war, dass Tücher die Haut vor noch mehr Schäden schützen könnten. Doch es habe dagegen gesprochen, dass die Tücher bei aufkommendem Wind sein Blasloch verdecken könnten.

Daneben habe es die Überlegung gegeben, einen Pavillon aufzubauen. „Wir wollten ihm einen Sichtschutz vor den Schaulustigen bieten, damit er in Würde sterben kann“, sagte Maack. Doch auch das sei aus zwei Gründen verworfen worden: „Einerseits würde jede Annäherung für das Tier Stress bedeuten. Andererseits ist das Gebiet ein Schutzgebiet. Wir wollen versuchen, so wenig wie möglich darin einzugreifen.“ Er fügte an, dass sich das generell auf alle Maßnahmen beziehe, die besprochen wurden. „Alles, was wir jetzt versuchen würden, würde den Sterbeprozess nur verlängern.“

Ob Timmy leidet, sei nur schwer einzuschätzen. Der Meeresbiologe erinnert daran, dass der Wal ein wildes Tier sei. „Wir nehmen jetzt so großen Anteil daran, weil der Wal in den vergangenen Tagen so individualisiert wurde. Aber dass Tiere sterben, ist der Lauf der Dinge.“

Bis es vorbei ist, könnten noch mehrere Tage oder auch zwei Wochen vergehen. „Das kann man wirklich gar nicht einschätzen“, so Maack. Aktuell sei rund um die Uhr ein Team der Wasserschutzpolizei in einem Boot etwa 300 Meter entfernt von dem Tier im Einsatz. „Sie beobachten die Lage mit einem Fernglas und geben immer wieder Statusmeldungen durch.“ Wenn sie bemerken sollten, dass der Tod des Tieres näher rückt, will Greenpeace zusammen mit den anderen beteiligten Institutionen noch einmal selbst hinausfahren.

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