Süße Sünde?
Zartbitterschokolade: So gesund ist sie wirklich
Aktualisiert am 03.04.2026 – 17:05 UhrLesedauer: 3 Min.
Dunkle Schokolade gilt vielen als Diät-Geheimtipp und Herzschützer. Die Wissenschaft sieht das differenzierter.
An Schokolade scheiden sich die Geister. Die einen sagen, sie sei ungesund und mache dick, andere schwören, dass sie beim Abnehmen helfe. Gerade Zartbitterschokolade wird sogar oft als Teil einer Diät empfohlen. Aber was stimmt denn nun, ist Schokolade gesund oder ist sie es nicht?
Schokolade ist gleich Schokolade? Falsch gedacht! Die verschiedenen Schokoladensorten sind in ihrer Zusammensetzung sehr unterschiedlich. Kakaobutter und Kakaomasse sind die wichtigsten Zutaten, die der Schokolade ihren Geschmack geben. Beides wird aus Kakaobohnen gewonnen. Auch Zucker spielt eine wichtige Rolle beim Geschmack.
In Bezug auf den Zuckergehalt gilt die grobe Regel: Je dunkler die Schokolade, desto geringer ist ihr Zuckergehalt. Konkrete Informationen zum Zuckergehalt pro 100 Gramm liefert aber die Nährwerttabelle auf der Rückseite des Produkts. Dunklere Schokoladen sind in diesem Punkt demnach gesünder als helle Schokoladen.
Aber auch abseits vom Zuckergehalt hat dunkle Schokolade den Ruf, gesund zu sein. Tatsächlich belegen einige Studien die positiven Eigenschaften von dunkler Schokolade. Sie soll:
Der vermutete Grund dafür: Zartbitter- und Bitterschokolade enthalten durch den hohen Kakaoanteil eine gewisse Menge sekundärer Pflanzenstoffe, sogenannte Polyphenole und Flavonoide. Diese haben eine antioxidative Wirkung und sollen Zellen so vor Schäden schützen können. Zudem sollen sie auf Blutgefäße entspannend wirken.
Allerdings handelt es sich bei diesen Studienergebnissen um Vermutungen. Bisher ist wissenschaftlich nicht bestätigt, dass Schokolade wirklich auf diese Weise Ihre Gesundheit schützen kann.
Bei all den positiven Hinweisen darf nicht vergessen werden: Schokolade enthält große Mengen an Zucker und Fett. Eine 100-Gramm-Tafel liefert zwischen 400 und 600 Kalorien. Hoher Schokoladenkonsum kann daher auch zu Übergewicht führen. Und das wiederum ist ein bekannter Risikofaktor für Bluthochdruck, hohe Blutfettwerte, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Und auch die enthaltenen Mineralstoffe (etwa Eisen und Magnesium) und Ballaststoffe in dunkler Schokolade sind kein Grund, übermäßig viel von der Schokolade zu verspeisen. Denn es gibt andere Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Nüsse und Vollkorngetreide, die diese Stoffe ebenfalls liefern und dabei weniger Kalorien, Zucker und Fett enthalten.
Trotz all ihrer positiven Auswirkungen ist Schokolade also keine Abnehm-Wunderwaffe und auch kein Heilmittel gegen Erkrankungen. Dennoch ist ein Stück Bitter- oder Zartbitterschokolade eine bessere Wahl als die meisten anderen Süßigkeiten.
