ARD-Krimi
„Tatort“ am Sonntag: Überdosis oder Mord?
15.10.2026 – 07:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Sonntagabend ist für viele Menschen in Deutschland verplant – für den ARD-Krimi. Die „Tatort“-Folge diesen Sonntag führt nach Kiel.
Sonntag, 20.15 Uhr – dieser Termin ist seit Jahrzehnten gesetzt: Dann beginnt im Ersten entweder der „Tatort“ oder ein neuer „Polizeiruf 110“. Seit 1970 verfolgen Millionen Menschen regelmäßig neue Kriminalfälle aus deutschen, österreichischen und Schweizer Städten. Verschiedene Ermittlerteams klären in 90 Minuten Mordfälle auf: ein deutsches Erfolgsrezept.
Diese Kommissaren ermitteln in „Unter Feinden“
Sonntag, 18. Oktober 2026, um 20.15 Uhr zeigt die ARD den „Tatort“ aus Kiel. Die Kollegen Mila Şahin (Almila Bağrıaçık) und Elli Krieger (Karoline Schuch) ermitteln im zweiten Teil der neuen Doppelfolge mit dem Titel „Unter Feinden“.
Darum geht es im „Tatort“ aus Kiel
Anna Nowaks Tod erschüttert Mila Şahin. Gerade noch hat sie mit der Polizeikollegin ermittelt, jetzt soll sie an einer Überdosis gestorben sein. Şahin ist überzeugt, dass ihr Tod mit dem aktuellen Fall zu tun hat. Als sie von ihrem neuen Chef keine Unterstützung bekommt, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln.
Dabei kommt sie der neuen Polizeipsychologin Elli Krieger näher, obwohl sich die beiden Frauen am Anfang so gar nicht verstehen wollten. Gemeinsam verfolgen sie den Verdacht das Jan Kuper vom Wirtschaftsdezernat genauso in die Sache verstrickt ist, wie die Mafia. Doch dabei begeben sie sich in ungeahnte Gefahr, denn der Fall ist unberechenbar und ihnen fehlt die Rückendeckung der Polizei.
Kommende „Tatort“ und „Polizeiruf 110“-Termine im Überblick
Die kommenden Sendetermine sind wie folgt geplant:
- „Tatort“ aus Franken (2026): „Gottesgarten“ – Sonntag, 25. Oktober, um 20.15 Uhr
- „Polizeiruf“ aus Rostock (2026): „Sie haben Namen“ – Sonntag, 1. November, um 20.15 Uhr
Während der „Tatort“ 1970 in der Bundesrepublik als Antwort der ARD auf die erfolgreiche ZDF-Serie „Der Kommissar“ ins Leben gerufen wurde, ist der „Polizeiruf 110“ ein Konzept aus der ehemaligen DDR. Nach der Wiedervereinigung führten die ARD-Anstalten das Format weiter. Dennoch ist der „Polizeiruf“ deutlich seltener zu sehen als sein Pendant.
Gespielt wird dabei nicht immer nur am Sonntag: Auch an Feiertagen wie Neujahr, Ostermontag oder dem zweiten Weihnachtstag sendet die ARD neue Folgen. In der Sommerpause hingegen – meist zwischen Ende Juni und Ende August – werden Wiederholungen gezeigt.
„Tatort“ versus „Polizeiruf 110“: ein ungleiches Duell
Von rund 40 Erstausstrahlungen bei den Sonntagskrimis, die Das Erste pro Jahr zeigt, sind in der Regel sieben bis zehn Folgen aus dem „Polizeiruf 110“-Kosmos. Das Ungleichgewicht liegt auf der Hand: Während es insgesamt 22 aktive Teams beim „Tatort“ gibt, schicken beim „Polizeiruf 110“ lediglich fünf Städte ihre Kommissare ins Rennen.
Die beiden Krimiklassiker der ARD haben sich trotz wachsender Konkurrenz, Mediatheken, Streamingdiensten und veränderter Sehgewohnheiten etabliert. Keine andere fiktive TV-Marke verfügt über eine solche Strahlkraft. Reichweiten unter sechs Millionen Zuschauern sind die Ausnahme, „Tatort“-Teams wie das Münster-Duo brechen nahezu alljährlich Quotenrekorde.
