Bedrohliche Raupe

Eichenprozessionsspinner – so gefährlich ist er für Katzen


12.06.2026 – 07:14 UhrLesedauer: 2 Min.

Absperrung wegen Eichenprozessionsspinner-Befall: Das Insekt breitet sich in Deutschland aus. (Quelle: IMAGO/imago)

Der Eichenprozessionsspinner ist nicht nur für Menschen gefährlich. Auch Katzen können durch die Brennhaare der Raupe ernsthaft erkranken. Das sollten Besitzer wissen.

Gesperrte Parks, Warnschilder an Eichen – der Eichenprozessionsspinner ist vielen als Problem bekannt. Die Brennhaare der Raupen können bei Menschen verschiedene Symptome auslösen, von Hautrötungen über starken Juckreiz bis hin zum allergischen Schock. Aber die so harmlos aussehenden Raupen sind nicht nur für Menschen gefährlich, sondern auch für Tiere.

Haustierbesitzer sollten deswegen vorsichtig sein, wenn sie ihre Tiere hinauslassen oder spazieren gehen. Gefahr besteht sowohl für Hunde als auch für Katzen. Was Katzenhalter im Speziellen beachten sollten.

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Warum sind Katzen besonders gefährdet?

Katzen sind von Natur aus neugierig. Sie klettern auf Bäume, erkunden Nester und putzen sich anschließend ausgiebig. Beim Putzen können die feinen Brennhaare des Eichenprozessionsspinners direkt in Maul, Rachen und Magen-Darm-Trakt gelangen. Auch das bloße Beschnuppern eines Nestes reicht aus, um die Haare über die Schleimhäute aufzunehmen.

Hinzu kommt: Die Brennhaare haften durch kleine Widerhaken am Fell und lassen sich kaum abschütteln. Selbst alte, verlassene Nester sind noch gefährlich – das Nesselgift bleibt laut Experten bis zu einem Jahr wirksam. Katzen sind damit auch außerhalb der Hauptsaison im Frühling und Sommer nicht vollständig geschützt.

Katzen klettern gerne auf Bäumen herum, was die Gefahr für einen Kontakt mit den Eichenprozessionsspinner-Raupen erhöht. (Quelle: IMAGO/imago)

So erkennen Sie Symptome bei einer Katze

Die Symptome nach einem Kontakt mit den Brennhaaren können je nach Ausmaß des Kontakts sehr unterschiedlich ausfallen. Sie umfassen:

  • Juckreiz und Hautausschlag (sogenannte Raupendermatitis)
  • gerötete, tränende Augen
  • Schwellungen an Pfoten, Schnauze oder Ohren
  • Sabbern und Schluckbeschwerden
  • Anschwellen der Zunge und des Mundes
  • Erbrechen und Fressunlust
  • Atembeschwerden bis hin zur Erstickungsgefahr
  • allergischer Schock

Was tun bei Kontakt?

Wer vermutet, dass die Katze mit Brennhaaren in Berührung gekommen ist, sollte sofort handeln. Fahren Sie am besten sofort zum Tierarzt und rufen Sie vorher an, um sich möglicherweise Sofortmaßnahmen durchgeben zu lassen. Wichtig: Bevor Sie das Tier anfassen, sollten Sie Handschuhe und Mundschutz anlegen, um sich selbst zu schützen.

Gegebenenfalls können Sie – bestenfalls nach Absprache mit dem Tierarzt – das betroffene Fell mit lauwarmem Wasser abspülen. Bitte nicht reiben und rubbeln, da die Haare sich sonst tiefer in die Haut bohren. Sorgen Sie auch dafür, dass sich die Katze nicht kratzt, das verschlimmert die Reaktion. Bei Kontakt mit Augen oder Maul können Sie diese mit klarem Wasser ausspülen. Je nach Schwere der Symptome kommen beim Tierarzt dann Kortison, Antihistaminika, Antibiotika oder Schmerzmittel zum Einsatz.

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