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Haus muss saniert werden: Wo fange ich an?


31.10.2026 – 08:54 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein Haus wird renoviert: Wo fängt man bei einer Sanierung am besten an? (Quelle: Viktor Cvetkovic/getty-images-bilder)

Jede Woche beantwortet ein Experte aus der t-online-Ratgeberredaktion eine Leserfrage rund ums Geld. Heute geht es um die Sanierung einer Immobilie.

In Deutschland müssen die meisten Wohngebäude in den nächsten Jahren dringend saniert werden. Das zeigen Auswertungen des Gebäudebestands und von Immobilienportalen immer wieder. Wie viele Häuser und Wohnungen wirklich sanierungsbedürftig sind, kann aber niemand ganz genau sagen – eine Gebäudedatenbank, aus der sich dies für Deutschland ablesen ließe, gibt es nämlich nicht.

Je nach Region weisen zwischen 30 und 50 Prozent der Gebäude eine Energieeffizienzklasse von E oder schlechter auf und müssten deshalb in den nächsten Jahren modernisiert werden. Die Frage, woran Sie erkennen können, ob Ihre Immobilie sanierungsbedürftig ist, haben wir in einer vergangenen Frag-t-online-Folge beantwortet.

Doch auch wenn man weiß, dass eine Sanierung bevorsteht, bleiben oft noch viele Fragen. Ein t-online-Leser will wissen: „Woher bekomme ich einen Energieberater und was bringt der mir?“

Zertifizierten Energieberater aufsuchen

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Bevor man mit der Sanierung beginnt, sollte man in der Tat einen Energieberater – offiziell „Energieeffizienzexperte“ – beauftragen. Dieser sollte von der Deutschen Energie-Agentur (dena) zertifiziert sein. Eine Liste dieser Experten gibt es unter der Adresse energie-effizienz-experten.de. Wer aus dieser Liste einen Energieberater wählt, hat auch Anspruch auf eine staatliche Förderung in Höhe von 50 Prozent der Kosten für die Beratung.

Der Energieberater kann dann die Immobilie begutachten und einen sogenannten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen. Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des Bundesverbands Gebäudehülle (BuVEG), hält das für besonders sinnvoll: „Der ist auch deshalb so gut, weil er den Eigentümern die Möglichkeit gibt, schrittweise zu planen, was er sich zu welchem Zeitpunkt wirklich leisten kann.“ Der iSFP kann dann auch über einen langen Zeitraum aufzeigen, welche Maßnahmen ergriffen werden können. „Das kann auch mal ein Fahrplan über die nächsten 20 Jahre sein“, so Hinrichs.

Der Vorteil eines unabhängigen und zertifizierten Energieberaters sei auch, dass dieser nicht aus einem bestimmten Gewerk kommt und entsprechend kein Interesse daran hat, etwas Bestimmtes zu empfehlen. „Der Heizungsbauer empfiehlt natürlich den Einbau einer neuen Heizung, wenn er kann“, so der Sanierungsexperte.

Heizungstausch oder Fenstertausch?

Die Berufsbezeichnung Energieberater ist allerdings nicht geschützt. Wer sich Energieberater nennt, hat nicht notwendigerweise die dena-Zertifizierung durchlaufen. Nur Experten mit dem Zertifikat der dena sind für den iSFP qualifiziert.

Wichtig zu wissen ist, dass jede Immobilie als Einzelfall betrachtet werden muss – pauschale Empfehlungen lassen sich für die Sanierung deshalb nicht machen. In einem Gebäude mag der Fenster- und Türentausch als allererste Maßnahme sinnvoll sein, in einem anderen ist der Heizungstausch sinnvoller.

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