So ergeht es den Tieren bei den Minusgraden

Beheizter Pool, Lampe, dickes Fell

Das schützt die Tiere im Zoo Hannover vor Kälte


Aktualisiert am 12.01.2026 – 18:49 UhrLesedauer: 2 Min.

Eisbär im Erlebnis-Zoo: Er fühlt sich im Schnee pudelwohl. (Quelle: Erlebnis-Zoo Hannover)

Es ist eisig kalt und stürmisch in Hannover. Wie sich die Zootiere dagegen wappnen – und welche Tiere jetzt lieber nur im warmen Pool liegen.

Es liegt Schnee, ist glatt – und vor allem kalt. Bei den Minustemperaturen ziehen sich einige Tiere im Erlebnis-Zoo Hannover lieber ins warme Innenquartier zurück. Andere werden hingegen jetzt putzmunter. Die unterschiedlichen Arten haben ganz eigene Mechanismen, um mit dem derzeitigen Wetter umzugehen. Manchmal muss der Zoo auch nachhelfen.

Sobald es kälter wird, fressen sich Seelöwen, Seebären und Kegelrobben einen Speckvorrat an, bei den Robben nennt man das Blubber. Die dicke Speckschicht macht sie unempfindlich gegenüber der Kälte – egal ob im Wasser oder an Land. Der Zoo füttert die Tiere bereits im Herbst entsprechend.

Auch die Waschbären und Präriehunde haben schon im Herbst ordentlich zugelegt. Bei Kälte ziehen sie sich in ihre Höhlen zurück und wagen sich nur gelegentlich nach draußen, um zu fressen.

Die Tiere in der Kanadalandschaft Yukon Bay sind niedrige Temperaturen auch in der Natur gewohnt. Die Eisbären, Bisons, Karibus und Wölfe haben sich einen dicken Winterpelz zugelegt. Auch bei Minusgraden sind sie draußen und genießen die herrliche Wintersonne.

Gleiches gilt für die Sibirischen Tiger im Dschungelpalast: Mit ihrem dichten Winterfell sind sie hervorragend an niedrige Temperaturen angepasst und können laut Angaben des Zoos sogar bis zu minus 45 Grad aushalten.

Die afrikanischen Tiere wie Löwen, Elefanten und Giraffen sind niedrige Temperaturen nicht gewohnt. Im Winter sind sie deshalb immer nur für kurze Zeit im Außengehege. Gazellen und Antilopen kommen bei starken Minusgraden nur besonders kurz an die frische Luft, berichtet der Zoo.

Für einige Tiere hat der Zoo Wärmelampen auf die Anlagen gebaut. So können sich zum Beispiel Erdmännchen unter ihre Rotlichtlampe kuscheln und bleiben trotz des Wetters warm. Sie haben sowohl im Innen- als auch im Außenbereich solche Lampen.

Den Flusspferden steht ein beheizter „Indoor-Pool“ zur Verfügung. Dort können sie sich ins 22 Grad warme Wasser zurückziehen. Besucher können die Dickhäuter durch große Glasscheiben unter Wasser beobachten.

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