
Schutzgelderpressung?
Nach Schuss auf Geschäft: Sneaker-Millionär äußert sich
26.11.2025 – 08:56 UhrLesedauer: 2 Min.
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Unbekannte schossen auf das Geschäft von Stepan Timoshin. Nun begegnet der Sneaker-Millionär Gerüchten, es könne sich dabei um Schutzgelderpressung handeln.
Wenige Tage, nachdem Unbekannte auf sein Geschäft in der Schöneberger Kleiststraße geschossen haben, meldet sich Sneaker-Millionär Stepan Timoshin zu Wort. Gegenüber der „B.Z.“ äußerte er sich unter anderem zu Gerüchten, es könne sich bei der Attacke auf seinen Laden um Schutzgelderpressung handeln.
Am Montagmittag war ein Einschussloch in der Tür des Ladens festgestellt worden, wie ein Polizeisprecher gegenüber der Regionalredaktion von t-online in Berlin sagte. Zu dem Schuss kam demnach vermutlich bereits in der Nacht auf Montag. Lesen Sie hier mehr dazu.
Die „B.Z.“ hatte berichtet, dass in einer Spalte des Lüftungsschachts an dem Geschäft ein zugeklebter Brief ohne Aufschrift gesteckt haben soll. Darin soll sich möglicherweise eine Aufforderung zur Zahlung von Schutzgeld befunden haben. Die Polizei machte dazu auf Nachfrage keine Angaben und verwies auf die laufenden Ermittlungen.
Am Dienstag sagte Timoshin gegenüber der Zeitung: „Das Ganze hat nichts mit meinem damaligen Wunsch zu tun, als Hertha-Präsident zu kandidieren. Und ich bin auch kein Opfer von Schutzgelderpressung in dem Stil, wie es gerade in Berlin fast täglich passiert, wenn nachts Schüsse auf Geschäfte abgefeuert werden.“
Damit habe der Anschlag auf sein Ladengeschäft jeweils nichts zu tun, so Timoshin. Er habe keine Angst.
Timoshin erklärte weiter, er werde schon „seit längerer Zeit bedroht“. Wen er hinter den Schüssen vermutet, wollte er gegenüber der Zeitung nicht sagen. Er deutete jedoch an, es könnte mit seinen Geschäften zu tun haben. Wegen der akuten Bedrohungslage stehe er unter Polizeischutz.
In Berlin war in den vergangenen Wochen mehrfach auf Betriebe geschossen worden, insbesondere auf Fahrschulen. Ein Zusammenhang zwischen den Taten werde derzeit geprüft, so der Polizeisprecher.
Stepan Timoshin ist in Berlin kein Unbekannter: Durch den Verkauf von Turnschuhen baute er sich ein Vermögen und eine große Reichweite in den sozialen Medien auf. Im vergangenen November wollte er sich zum Präsidenten von Hertha BSC wählen lassen. Er bekam allerdings nur 15 der 3651 gültigen Stimmen.