Jackson Lamb kehrt zurück

Gary Oldman: „Es ist einfach anders“


18.09.2026 – 04:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Gary Oldman: Er spielt die Hauptrole in der AppleTV-Serie „Slow Horses“. (Quelle: Robin L Marshall/Getty Images)

Seit über vier Jahren verkörpert er den Agenten Jackson Lamb in „Slow Horses“. Warum er diese Rolle so schätzt und kein baldiges Ende für die Serie sieht, hat Gary Oldman t-online erzählt.

„Ich habe heute geduscht und mir die Haare gewaschen“, betont Gary Oldman mit einem Augenzwinkern, um einen Gegensatz zu seiner Rolle als Jackson Lamb in der AppleTV-Serie „Slow Horses“ hervorzuheben. Er sei privat ganz anders als der schmuddelige MI5-Agent, doch „wenn man so lange an einer Serie arbeitet, dann trägt man in der Drehpause etwas von der Figur mit sich herum“, so der Oscarpreisträger.

„Manchmal mache ich eine Bemerkung, und sie klingt eher nach Lamb als nach Gary. Dann drehe ich mich zu meiner Frau um und sage: ‚Das klang gerade wie Lamb, oder?‘ Weil man eben so lange in dem Charakter mariniert.“

Obwohl er in seiner über 40-jährigen Karriere bereits zahlreiche Figuren verkörpert hat – einige über mehrere Filme hinweg – hat er mit Jackson Lamb am meisten Zeit verbracht. Und ein Ende ist nicht in Sicht: Aktuell läuft die sechste Staffel über ein von ihm geleitetes Team aus Agenten, die nach Fehltritten vom britischen Geheimdienst ausgemustert und in eine Sonderabteilung strafversetzt wurden. Eine siebte und achte Staffel sind bereits bestätigt.

Im Video | „Slow Horses – Ein Fall für Jackson Lamb“

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Für Gary Oldman keine Überraschung. Der Erfolg von „Slow Horses“ liegt für ihn vor allem darin, dass man sich mit den Figuren identifizieren kann und die Serie eine „rauere, realistischere Welt“ zeige. „Wir erkennen uns selbst in ihnen wieder, nicht wie bei einem James Bond, der ein halbes Dutzend Typen erschießen und vom Gebäude fallen kann – und sein Smoking ist nicht mal zerknittert“, so der 68-Jährige.

„Die Serie streift diese ganze Vortäuschung ab“

„Da ist diese herrlich dysfunktionale Truppe. Menschen, die eine Hypothek abbezahlen müssen, ein Alkoholproblem haben oder deren Ehe scheitert. Sie gehen einkaufen. Sie müssen ihre Kinder zur Schule bringen.“ Das alles habe nichts mit „Kasinos, Aston Martins und geschüttelten Martinis“ zu tun. „Es ist einfach anders.“

Ganz anders ist auch Jackson Lamb, der mit fettigen Haaren, löchrigen Socken, rauchend und trinkend ohne jegliche Etikette daherkommt. Demonstrative Ungefiltertheit in einer Zeit, in der in sozialen Medien häufig das Gegenteil präsentiert wird. „Wir merken immer mehr, dass vieles davon inszeniert und fake ist. Die Leute führen eigentlich gar nicht dieses glamouröse Leben, das sie da zeigen“, erklärt Gary Oldman. „Die Serie streift diese ganze Vortäuschung ab.“

Die sechste Staffel von „Slow Horses – Ein Fall für Jackson Lamb“ läuft seit dem 16. September auf Apple TV, mit einer neuen Folge wöchentlich bis zum 21. Oktober. Die Serie basiert auf der Romanreihe „Slough House“ von Mick Herron. Neben Gary Oldman kehren auch Kristin Scott Thomas als MI5-Chefin Diana Taverner und Jack Lowden als River Cartwright zurück.

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