Ski-Unfall in Österreich auf „Harakiri“-Piste in Mayrhofen – Koma

Unfallverursacher fährt einfach weiter

Deutsche fährt „Harakiri“-Piste – jetzt liegt sie im Koma


15.02.2026 – 10:39 UhrLesedauer: 2 Min.

Die „Harakiri“-Skipiste im Skigebiet Penken in Tirol (Archivbild): Ein Unfall hatte für eine Deutsche dramatische Folgen. (Quelle: Krzysztof Nahlik/imago-images-bilder)

Eine Deutsche traut sich auf eine der steilsten Pisten der Alpen. Dann rauscht ein Unbekannter von hinten in die Urlauberin – und lässt sie einfach liegen.

Auf einer berüchtigten Skipiste in den österreichischen Alpen hat sich ein schwerer Skiunfall mit Fahrerflucht ereignet. Wie die Landespolizeidirektion in Tirol mitteilte, liegt eine 60-jährige Deutsche nach einem Zusammenprall auf der „Harakiri“-Piste im Skigebiet Penken im künstlichen Koma.

Der Unfall auf der besonders steilen und gefährlichen Piste hatte sich bereits am Dienstagvormittag ereignet. Gegen 11.10 Uhr hielt sich die Deutsche nach Angaben der Polizei am rechten Pistenrand auf, um kurz Pause zu machen. Dann sei ein oberhalb fahrender Mann gestürzt und die Piste heruntergerutscht. „Mit hoher Geschwindigkeit“, schilderte ein Polizeisprecher t-online, sei der Unbekannte mit der Deutschen kollidiert. Diese rutschte ebenfalls rund zehn Meter in die Tiefe und blieb regungslos liegen.

Die Urlauberin erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Innsbrucker Klinik geflogen. Sie liegt im künstlichen Koma. Der Verursacher der Kollision hingegen fuhr danach einfach weiter, ohne sich um die Frau zu kümmern. Details konnte der Polizeisprecher nicht nennen.

Nach dem Unfall hätten sich bislang keine weiterführenden Zeugenhinweise ergeben, sagte ein Polizeisprecher der ermittelten Dienststelle in Mayrhofen t-online am Samstag. „Die Chancen, den Verursacher ohne Zeugenaussagen zu finden, sind eher gering“, betonte er. Er bitte daher weiterhin mögliche Zeugen, sich unter 0041 59133 7254 100 zu melden.

Das Skigebiet Mayrhofen bewirbt die „Harakiri“-Piste auf der offiziellen Webseite offensiv: Sie sei die „schwärzeste Piste im Zillertal“. Mit bis zu 78 Prozent Gefälle sei sie „nur etwas für absolute Könner“. Für die meisten sei sie „das Highlight des Tages, wenn nicht des ganzen Winterurlaubs“.

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