Sind Lebensmittel mit Gefrierbrand noch genießbar?

Frühstückstüten, Müllbeutel, Frischhaltefolie, leere und gesäuberte Margarine- oder Joghurtbecher sind nicht geeignet – ihr Material wird schnell porös und damit brüchig. Zudem werden Müllbeutel aus gebrauchtem Kunststoff hergestellt und unterliegen weniger strengen Gesundheitsvorschriften als Gefrierbeutel. Im schlimmsten Fall können Müllbeutel beim Kontakt mit Lebensmitteln schädliche Lösemittel abgeben.

Alufolie erscheint beim Einfrieren größerer Fleischstücke oder ganzer Torten meist praktischer als Plastikdosen oder Kunststoffbeutel. Allerdings ist nicht jedes Gefriergut darin gut aufgehoben. Die Folie ist vor allem gegenüber salz- und säurehaltigen Lebensmitteln empfindlich.

Es kann sein, dass Sauerbraten, Himbeer- oder andere Obstkuchen sowie salziger Käse Löcher in das Material fressen – das Gefriergut ist dann nicht mehr ausreichend geschützt. Außerdem ist es möglich, dass die Speisen einen metallischen Glanz bekommen und ihr Geschmack darunter leidet. Besser sind in solchen Fällen gefriergeeignete Verpackungen.

Fleisch, das unter Schutzatmosphäre verpackt ist, sollte vorm Einfrieren aus der Verpackung genommen und in einen Gefrierbeutel gegeben werden. Es können sich Keime unter der Folie gebildet haben, die dann mit eingefroren werden und das Fleisch schneller verderben lassen – auch im tiefgekühlten Zustand. Zwar vermehren sich die Keime langsamer, abgetötet werden sie aber nicht.

Generell gilt: Fleisch, dass nicht luftdicht eingeschweißt ist, sollte immer neu verpackt werden, bevor es in die Kälte kommt. Zudem sind die beim Kauf mitgelieferten Schalen meist nicht für die Gefriertruhe geeignet. Am besten frieren Sie kleine Portionen ein und trennen einzelne Stücke durch Folie voneinander ab.

Generell eignet sich fast alles zum Einfrieren: Beeren, Gemüse, Fleisch, Fisch, Butter und Brot sowie gekochte Lebensmittelreste.

Ungeeignet sind hingegen ganze rohe Eier, Joghurt und sehr wasserhaltige Lebensmittel wie Salate oder Äpfel. Die ideale Einfriertemperatur liegt bei minus 18 Grad Celsius. Gemüse wie Erbsen, Karotten oder Brokkoli sollten Sie vor dem Einfrieren kurz blanchieren – so behält das Gemüse seine Farbe und Bakterien werden abgetötet.

Die Regel „Bloß nicht zweimal einfrieren“ ist nur bedingt gültig. Sie gilt vor allem für rohes Fleisch, Geflügel und Fisch sowie für Gerichte, die längere Zeit herumstehen, sodass sich Bakterien vermehren konnten. Wer das rohe Fleisch allerdings kocht oder brät und das fertige Gericht sofort einfriert, macht nichts falsch.

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