
Vorschlag aus Brandenburg
Statt Verbot: Innenminister will Böllerzonen
02.01.2026 – 14:45 UhrLesedauer: 1 Min.
René Wilke bringt eine neue Idee zum Umgang mit Feuerwerk ins Gespräch. Der SPD-Politiker erwägt Zonen, in denen das Böllern erlaubt bleiben soll.
Brandenburgs Innenminister René Wilke hat einen neuen Vorschlag zur Regulierung des Silvesterfeuerwerks gemacht. Der SPD-Politiker brachte am Donnerstagabend bei Instagram erlaubte Böllerzonen als Alternative zu einem generellen Böllerverbot ins Gespräch.
„Vielleicht ist die Idee der Umkehr (durch erlaubte Zonen) die praktikabelste“, schrieb Wilke. Er argumentierte, dass in solchen Zonen besser kontrolliert werden könnte, was eingesetzt wird.
Der Innenminister schlug vor, die Verwendung von Pyrotechnik an weniger belebten Stellen für eine begrenzte Zeit zu erlauben. „So würden nicht derart viele Menschen (und Tiere) in Mitleidenschaft gezogen werden für den Willen einiger“, erklärte Wilke.
Laut Wilke verletzten sich in Brandenburg in der jüngsten Silvesternacht 21 Menschen durch Pyrotechnik.
Die Gewerkschaft der Polizei Berlin startete eine Petition mit dem Titel „Bundesweites Böllerverbot, jetzt!“. Bisher unterschrieben rund drei Millionen Menschen dafür, wie aus der Online-Petition hervorgeht.
Die Innenminister von Bund und Ländern waren sich bei einem Treffen im Dezember in Bremen nicht einig über ein Böllerverbot. Wilke warb für seinen Vorschlag, da ein Komplettausstieg von einem Jahr auf das nächste „wohl weder umsetzbar noch kontrollierbar wäre“.