Sie gingen trotz Lawinen-Warnung – vier Tote in den Alpen

Italienische Bergwacht warnt

Vier Tote nach Lawinenabgängen in den Alpen

Aktualisiert am 08.02.2026Lesedauer: 2 Min.

Ein Skifahrer in der Region Valtellina (Archivbild): Auch hier kam es zu Lawinen. (Quelle: xNikokvfrmotox via imago-images./imago)

Für Norditalien gab es am Samstag eine Lawinenwarnung. Die Bergwacht musste mehrmals ausrücken. Ein deutscher Skifahrer hatte großes Glück.

In Norditalien sind bei mehreren Lawinenabgängen in den Alpen vier Menschen ums Leben gekommen. Wie die italienische Bergwacht mitteilte, ereigneten sich die Vorfälle am Samstag in den Regionen Valtellina, Trentino und Aostatal. Die Lawinengefahr war an diesem Tag hoch, es galt die Warnstufe drei auf der europäischen Skala.

In der Alpenregion Valtellina erfasste eine Lawine drei Skitourengeher, von denen zwei starben. Wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk Italiens, Rai, berichtet, handelt es sich bei den beiden Toten um zwei 35 und 47 Jahre alte Männer. Der Zustand eines 53-Jährigen, der sich in einer Klinik befindet, sei ernst.

Im Trentino wurden nach zwei Lawinenabgängen zunächst vier Personen vermisst. Eine großangelegte Such- und Rettungsaktion führte zur Bergung aller Vermissten, jedoch erlag einer der Verletzten später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Wie Rai schreibt, handelt es sich bei ihnen wahrscheinlich um einheimische Wanderer.

Im Aostatal wurden zwei Skitourengeher von einer Lawine erfasst, konnten sich jedoch selbst befreien, da sie gut ausgerüstet waren. Die italienische Bergwacht betont die Wichtigkeit der richtigen Ausrüstung und Vorsicht in den Bergen, insbesondere bei erhöhter Lawinengefahr.

Laut Rai wurden am Samstag insgesamt 14 Wanderer von den Lawinenabgängen getroffen. Demnach wurde im Piemont auch ein deutscher Skibergsteiger von einer Lawine erfasst, aber nicht verschüttet. Er benötigte keine Hilfe durch die Bergrettung und konnte selbständig den Abstieg antreten.

Die Bergwacht rät, bei solchen Bedingungen besonders vorsichtig zu sein und die Warnungen ernst zu nehmen. Weitere Informationen zu den Sicherheitsmaßnahmen und aktuellen Warnstufen sind auf den Webseiten der lokalen Behörden zu finden.

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