
Block-Prozess geht weiter
Israelischer Sicherheitschef erneut als Zeuge geladen
05.02.2026 – 19:08 UhrLesedauer: 1 Min.
Im Hamburger Prozess um die Entführung der Block-Kinder wird der mutmaßliche Kopf der Aktion erneut befragt: Er ist zum siebten Mal als Zeuge geladen.
Das Hamburger Landgericht hat den Chef einer israelischen Sicherheitsfirma für Freitag, 6. Februar, um 9.30 Uhr zum siebten Mal als Zeugen im Prozess um die Entführung der Block-Kinder geladen. Der 68-Jährige soll der Kopf der Gruppe gewesen sein, die die beiden jüngsten Kinder von Christina Block in der Silvesternacht 2023/24 vom Wohnort des Kindsvaters in Dänemark nach Deutschland brachte.
Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den 68-Jährigen der Tat, er ist jedoch nicht Angeklagter im laufenden Prozess. Für seine Aussage gewährte ihm die Justiz sicheres Geleit.
Am Dienstag hatte der Zeuge im Prozess erklärt, er wolle angeblich falschen Darstellungen zum Tatablauf entgegentreten. Dies sei der Grund, warum er sich zu einer Aussage in Deutschland entschlossen habe. Nach der Entführung der Kinder habe er noch geglaubt, nichts Unrechtes getan zu haben.
Als er von den Ermittlungen erfahren habe, habe er dies für ein Missverständnis gehalten. Er gab zu, ein bei der Entführung genutztes Wohnmobil gefahren zu haben.
Die Hauptangeklagten im Prozess sind die Unternehmerin Christina Block, die 52-jährige Tochter des Gründers der Steakhauskette „Block House“, sowie der Familienanwalt der Unternehmensgruppe und ein weiterer mutmaßlicher Entführer aus Israel.
Vier weitere Personen, darunter Christina Blocks Lebensgefährte Gerhard Delling (66), stehen wegen Beihilfe vor Gericht. Bis auf den Israeli bestreiten alle Angeklagten, etwas Unrechtes getan zu haben.