Sibirische Kälte rollt auf den Main zu

Temperatursturz am Main

Eisige Nächte wegen der „Bestie des Ostens“ erwartet


Aktualisiert am 18.01.2026 – 16:01 UhrLesedauer: 3 Min.

Eine Prognose des EZMWF-Wettermodells für den 25. Januar: Über Russland ist das Hoch gut zu erkennen. Es beeinflusst wohl auch die hessische Wetterlage. (Quelle: charts.ecmwf.int)

Der Polarwirbel spaltet sich, die „Bestie aus dem Osten“ rollt auf Hessen zu. Was dahintersteckt und mit welchen Temperaturen man am Main rechnen muss.

Die 14-Tage-Prognose von „Kachelmannwetter.com“ zeigt den Temperatursturz deutlich. Während die kommenden Tage noch vergleichsweise mild ausfallen – am Montag werden 4 Grad erwartet, am Dienstag sogar 5 Grad – setzt ab Mittwoch ein stetiger Temperaturabfall ein. Die Höchstwerte sinken auf nur noch 1 Grad am Mittwoch, 2 Grad am Donnerstag, Freitag und Samstag. Am darauffolgenden Sonntag bleiben die Temperaturen bei 2 Grad, bevor es am Montag wieder auf 1 Grad zurückgeht.

Video | Heftiger Temperatursturz – Jetzt kommt die Eisluft

Quelle: Glomex

Besonders kalt wird es in den Nachtstunden. Nach der aktuellen Prognose sinken die Temperaturen bereits ab der kommenden Woche drastisch: minus 0 Grad in der Nacht zum Montag, minus 1 Grad zum Dienstag, minus 4 Grad zum Mittwoch und Donnerstag. Auch am Wochenende wird es nachts kalt: minus 2 Grad in der Nacht zum Freitag, minus 1 Grad zum Samstag und Sonntag, minus 2 Grad zum darauffolgenden Montag.

In den Nächten zum 27. und 28. Januar werden jeweils minus 5 beziehungsweise minus 4 Grad erwartet. Die Bandbreite der Prognosen für Frankfurt am Main reicht in den kältesten Nächten bis auf minus 13 Grad – ein für Frankfurt ungewöhnlich niedriger Wert.

Verantwortlich für die Entwicklung ist eine massive Störung des Polarwirbels, jenes großen Kaltluftwirbels über der Arktis, der das Winterwetter der Nordhalbkugel maßgeblich steuert. Mehrere Wettermodelle simulieren derzeit einen sogenannten Polarwirbelsplit, bei dem sich die arktischen Luftmassen in zwei Cluster aufteilen und weit nach Süden ausbreiten können.

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