
Wie im antiken Pompeji
Herausragender archäologischer Fund mitten in Köln
Aktualisiert am 09.02.2026 – 13:20 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Stadt Köln hat einen spektakulären Fund bei Bauarbeiten gemacht. Mitten in der Stadt wird gefunden, was sonst nur von einem legendären Grabungsort bekannt ist.
Die Stadt Köln hat am Montag auf der MiQua-Baustelle in der Altstadt eine außergewöhnliche archäologische Entdeckung präsentiert. Vergleichbares sei bisher nur aus dem antiken Pompeji bekannt, hieß es in einer Ankündigung.
Gefunden wurde laut eines ersten Berichts des „Domradios“ ein sogenanntes Lararium, ein vorchristlicher Altar aus dem zweiten Jahrhundert. Archäologen waren auf das besondere Relikt gestoßen. Ihnen zufolge handelt es sich um den „einzigen Fund eines solchen römisch-antiken Hausaltars nördlich der Alpen“, berichtet das Domradio. An der Stelle hatten Menschen vor knapp 2.000 Jahren gebetet. Also noch bevor das Christentum sich im Römischen Reich ausbreiten konnte und auch Köln christlich wurde.
Spannend: Laut dem Bericht handelt es sich bei dem Lararium um einen privaten Hausaltar, an dem noch heute Ruß von abgebrannten Kerzen erkennbar sein soll.
Auf dem heutigen Kölner Stadtgebiet siedelten Menschen vor der Geburt Christi, im Jahr 50 nach der Zeitenwende erhielt die Ubiersiedlung Oppidum Ubiorum offiziell ihre Stadtrechte im Römischen Reich.
Die Funde reihen sich ein in eine Serie von Entdeckungen auf der MiQua-Baustelle. Dort habe man „viele neue Entdeckungen in Bereichen gemacht, die so noch nie archäologisch untersucht werden konnten“ heißt es auf einer Website der Stadt zu dem Bauprojekt. Die Bauleitung müsse sich den Funden täglich anpassen, da so viel wie möglich für kommende Generationen erhalten und in einem späteren Rundgang gezeigt werden soll.
Die Route für den Ausstellungsparcours musste bereits mehrmals umgeplant werden. Zwischen den zahlreichen römischen, christlichen und jüdischen Relikten werden derzeit Unterfangungen erstellt. Tiefbau und Archäologie graben sich dabei Stück für Stück metertief unter den historischen Mauern, um alles per Hand zu sichern.