Senior stirbt nach Prügel-Attacke auf Spielplatz

Er wird strafrechtlich nicht belangt

Teenager prügelt auf Senior ein – 81-Jähriger stirbt


Aktualisiert am 28.01.2026 – 13:23 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein junger Mann mit Schlagring (Symbolbild): Nach einer Prügelattacke ist ein 81-Jähriger im Krankenhaus gestorben. (Quelle: imago stock&people/imago-images-bilder)

Ein Senior und ein Teenager geraten auf einem Spielplatz in einen Streit. Der Jugendliche schlägt zu – Wochen später nimmt der Fall eine traurige Entwicklung.

Ein 81-jähriger Mann wurde in Essen mutmaßlich von einem Teenager so schwer geschlagen, dass er den Folgen seiner Verletzungen erlegen ist. Der Senior starb Wochen nach der Attacke im Krankenhaus. Als tatverdächtig gilt ein 13-Jähriger, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Der Angriff hatte sich bereits Anfang November auf einem Spielplatz in der Innenstadt ereignet. Wie die Beamten schilderten, sollen der Senior und der Teenager in einen Streit geraten sein. In der Folge habe der Jugendliche zugeschlagen – der Mann stürzte zu Boden und erlitt eine schwere Kopfverletzung, mit der er ins Krankenhaus gebracht wurde.

Bislang hatte die Polizei noch angenommen, dass der Angriff auf den Senior durch eine Gruppe erfolgt sei. Doch inzwischen gehen die Beamten nur noch von dem 13-Jährigen als Täter aus.

Die Polizei spricht von Körperverletzung mit Todesfolge. Der Teenager kann allerdings nicht strafrechtlich belangt werden, mit seinen 13 Jahren ist er noch nicht strafmündig. Ob er bereits in der Vergangenheit wegen Straftaten aufgefallen war, wollte ein Polizeisprecher auf Anfrage von t-online nicht sagen. Nur so viel: „Er ist kein Intensivtäter.“

Die Polizei stehe jetzt in engem Austausch mit der Familie des Jungen sowie dem Jugendamt. Dort könne über weitere Maßnahmen entschieden werden, so der Sprecher.

Jugendkriminalität ist deutschlandweit ein großes Thema: 2024 wurden laut einer Studie des Deutschen Jugendinstituts in Deutschland insgesamt 16.593 Tatverdächtige unter 14 Jahren erfasst. Im Vergleich zu 2019 stieg die Zahl um 46 Prozent an.

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