
Beim Finale des Afrika-Cups
Wilde Jagdszenen: Torhüter ringt mit Balljungen
19.01.2026 – 09:53 UhrLesedauer: 2 Min.
Senegals Ersatztorhüter Yéhvann Diouf wollte beim Finale des Afrika-Cups seinen Kollegen unterstützen. Dabei gingen Balljungen auf ihn los.
Das Finale des Afrika-Cups bot am Sonntagabend beste Unterhaltung – und zwar nicht nur aus rein sportlichen Gründen. Der Senegal setzte sich im Duell mit Gastgeber Marokko mit 1:0 nach Verlängerung durch, der Weg dahin war aber äußerst chaotisch. Das gilt nicht nur für den senegalesischen Protest für Marokkos Elfmeter, sondern auch für mehrere Szenen mit Senegals Ersatztorhüter Yéhvann Diouf.
Der Schlussmann vom französischen Erstligisten OGC Nizza unterstützte Senegals Stammtorwart Édouard Mendy während des Spiels von der Torauslinie aus. Dort hielt er ein Handtuch, reichte dies seinem Teamkollegen immer wieder, damit er sich im Regen von Rabat abtrocknen konnte.
Für gewöhnlich legen oder hängen sich Torhüter ihre Handtücher einfach ins eigene Tor, dort war das kleine Stück Stoff am Sonntagabend aber nicht sicher. Denn sowohl Marokkos Spieler als auch die Balljungen versuchten immer wieder, danach zu greifen und es aus der Reichweite von Mendy zu befördern.
Dem früheren Dortmunder Achraf Hakimi gelang es etwa in einer Sequenz, ein anderes Handtuch, das neben Senegals Tor lag, hinter die Werbebande zu werfen. Gegenspieler
El Hadji Malick Diouf sprang im Anschluss direkt über die Bande und holte das Handtuch zurück.
Namensvetter und Ersatztorhüter Diouf war bei seinen Verteidigungsversuchen indes in echte Rangeleien verwickelt. Die Balljungen versuchten wiederholt, ihm das Tuch aus den Händen zu reißen. In einer Szene lag Diouf sogar am Boden, bevor ihn mehrere Balljungen an der Seitenlinie jagten. Das Handtuch rückte er trotzdem nicht raus. Die Rangeleien scheint der Senegalese gut überstanden zu haben: Nach der Partie zeigte er sich strahlend mit dem Pokal und der Siegermedaille.
Die Bilder von Diouf und den Balljungen reihen sich in viele unschöne Aufnahmen vom Sonntagabend ein. Ein fragwürdiger Elfmeterpfiff zugunsten Marokkos löste in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit Tumulte aus, Senegals Team ging aus Protest kurzzeitig vom Feld. „Das Bild, das wir vom afrikanischen Fußball abgegeben haben, war eher beschämend“, sagte Marokkos Trainer Walid Regragui nach der Partie.