Nach mehr als 50 Jahren
ARD gibt Änderung beim „Tatort“ bekannt
06.09.2026 – 20:46 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit über 50 Jahren gehört der Sonntagabend dem „Tatort“. Nun plant die ARD einen Schritt, der für Fans das Programm am Wochenende ändern könnte.
Mehr als acht Millionen Menschen schalten im Durchschnitt ein, wenn sonntags um 20.15 Uhr der „Tatort“ beginnt. Das Format gehört seit dem 29. November 1970 zum deutschen Fernsehen. Doch die ARD plant nun eine Änderung, die den gewohnten Rhythmus verschieben könnte.
Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, können registrierte Nutzer neue Folgen von „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ bald schon zwei Tage vor der TV-Ausstrahlung sehen. Ab dem 11. September ist die neue Folge bereits freitags in der ARD-Mediathek verfügbar – „für alle die, die nicht bis Sonntag warten können“, sagte ARD-Programmdirektorin Christine Strobl dem Blatt.
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„Deutschland ist eine Krimi-Nation – und ‚Tatort‘ und ‚Polizeiruf 110‘ gehören zu seinen bekanntesten Marken“, so die Programmdirektorin. „Ihr Erfolgsgeheimnis: Sie verbinden regionale Handschriften mit Verlässlichkeit und ständiger Weiterentwicklung. Genau deshalb schaffen sie, was kaum ein anderes Format erreicht: Am Montag sprechen so viele Menschen über denselben Fall.“
Ähnlich handhabt das auch das ZDF. Beliebte Formate wie „Der Bergdoktor“ oder „Das Traumschiff“ sind bereits Tage vorher in der Mediathek zu finden, manchmal sogar schon Wochen früher.
Der erste „Tatort“ nach der Sommerpause heißt „König in Gelb“. Für die Kommissare Charlotte Lindholm (gespielt von Maria Furtwängler) und Matthias Vogel (Andreas Lust) geht es ins niedersächsische Kleinhude. In einem „Demenzdorf“, in dem Menschen mit Demenz ein möglichst normales Alltagsleben führen sollen, wird ein Bewohner beschuldigt, ein Serientäter zu sein und sieben Menschen ermordet zu haben.
