Zukunft des Tiers ungewiss

Wolf greift Mensch in Hamburg an – neue Details

Aktualisiert am 31.03.2026 – 18:44 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Wolf (Symbolbild): Ein weiterer Angriff in Hamburg ist bekannt geworden. (Quelle: Carsten Rehder/dpa/dpa-bilder)

Ein Wolf streift durch Hamburg und greift einen Menschen an. Hamburgs Umweltsenatorin weiß, welches Horror-Szenario sie auf jeden Fall vermeiden will.

Der Wolfsangriff in Hamburg-Altona hat sich nach Angaben von Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) in einem Supermarkt zugetragen. Wie die Politikerin erklärte, habe es dort eine Mensch-Wolf-Begegnung gegeben. Das Opfer habe dabei eine Bissverletzung erlitten. Zuvor hatte die Umweltbehörde erklärt, der Vorfall habe sich in einer Einkaufspassage ereignet.

Bereits am Samstag war der Wolf in Hamburg gesichtet worden. Die Umweltbehörde erfuhr davon allerdings erst am Sonntag. Bis Montagabend verhielt sich das Tier unauffällig – dann kam es laut Fegebank zu einer „unerwarteten und auch sehr überraschenden Verhaltensänderung“.

Nach dem Angriff sicherte die Polizei den Wolf an der Binnenalster. Das Tier kam anschließend im Wildgehege Klövensteen im Westen Hamburgs unter. Einen präventiven Abschuss schloss Fegebank aus: Das Bundesnaturschutzgesetz verbiete dies bei streng geschützten Tieren.

Einen vergleichbaren Vorfall habe es in Deutschland nach Angaben der Umweltbehörde bislang nicht gegeben. Zum weiteren Umgang mit dem gefangenen Wolf sagte Fegebank: „Wir werden sehr zeitnah eine Lösung finden.“ Nun würden drei Optionen zum weiteren Umgang mit dem Tier bestehen: Auswildern, Einschläfern oder ihn in einen Wildpark bringen.

Fegebank erklärte, dass eine weitere Attacke unbedingt ausgeschlossen werden müsse: „Er hat das einmal getan, tut er das wieder?“ Die Senatorin fügte hinzu: „Wölfe sind Raubtiere.“ Einen möglichen Angriff auf eine Schule oder eine Kita würde sie sich nicht verzeihen können.

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, dass es zwei Wolfsangriffe in Hamburg gegeben habe: In einer Einkaufspassage und in einem Supermarkt. Diese Darstellung ist falsch. Richtig ist, dass es nur einen Angriff gab, der in einem Supermarkt stattfand – die Umweltsenatorin hatte den Tatort in der Pressekonferenz lediglich konkretisiert. Wir haben den Artikel nachträglich korrigiert und bitten, den Fehler zu entschuldigen.

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