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Es sind Szenen, die gewisse Ähnlichkeiten zu den Vorwürfen von Collien Fernandes aufweisen. Ließ Ulmen schon damals seinen Fantasien freien Lauf, im Scheinwerferlicht unter dem Schutz einer Kunstfigur?
Schon viel früher, im Teenageralter, machte Ulmen die Erfahrung, dass es ihm offenbar gut gelingt, sich als eine andere Person auszugeben. 2018 erzählte er in dem Podcast „Frisch an die Arbeit“: „Ich habe mein erstes Geld mit Telefonsex verdient.“ Als es noch keine Online-Dating-Plattformen gegeben hatte, habe sich viel über das Telefon abgespielt.
Es sei „wahnsinnig einfach“ gewesen, in die Rolle der Frau zu schlüpfen und mit Männern Telefonsex zu haben. Er habe das lustig gefunden. Er habe auch seine Freunde dazu animiert und gesagt: „Lass uns da doch anrufen, einfach mit verstellten Stimmen, einfach Frauen spielen und mit Männern flirten, einfach aus Spaß.“ Das habe dann wirklich funktioniert. „Irgendwann haben wir den Männern dann Telefonsex angeboten, aber gegen Geld. Dann haben wir für 30 Mark pro Gespräch Telefonsex mit Männern gemacht.“
Ulmens Äußerungen zu einem scheinbar harmlosen Nebenjob als Jugendlicher weisen Parallelen zu den Vorwürfen von Collien Fernandes auf. Sie schreibt in einem Instagram-Posting zu dem Thema Identitätsdiebstahl: „Die Person telefonierte mit den Männern (mit KI generierter Stimme von mir). Irgendwann ging es über in Telefonsex.“
