Sechsjährige verliert ihre ganze Familie

Mutter, Vater, Bruder und Cousin tot

Sechsjährige verliert ihre ganze Familie


20.01.2026 – 16:49 UhrLesedauer: 2 Min.

Ihre Mutter Cristina, ihr Bruder Pepe und ihr Cousin, der ebenfalls Pepe hieß: drei der vier Familienmitglieder, die das sechsjährige Mädchen verloren hat. (Quelle: privat)

Ein kleines Mädchen irrt zwischen Trümmern umher. Die Sechsjährige war mit ihrer Familie in einem der Unglückszüge in Spanien – und verlor auf einen Schlag Eltern, Bruder und Cousin.

Unter den Überlebenden des Zugunglücks von Córdoba befindet sich ein sechsjähriges Kind, das bei dem folgenschweren Zusammenstoß seine ganze Familie verloren hat. Wie unter anderem der Bürgermeister von Aljaraque, dem Heimatort des Mädchens, mitteilte, starben der Vater Félix, die Mutter Cristina, der zwölfjährige Bruder Pepe und der Cousin des Kindes, der ebenfalls Pepe hieß.

„Seit heute Morgen wehen die Flaggen auf halbmast und das Rathaus hat drei Tage offizielle Trauer angeordnet“, heißt es in einem Statement des Ortes. Die Gemeinde sei „vom Schmerz gebrochen“, sagte der Bürgermeister.

Die spanische Zeitung „El País“ berichtete von herzzerreißenden Szenen: Nach dem Zusammenprall der zwei Hochgeschwindigkeitszüge bei der Gemeinde Adamuz sei die Kleine zwischen den Trümmern herumgeirrt, bis sie von zwei Ersthelfern entdeckt wurde. Das Mädchen kam in ein Krankenhaus, während die Großmutter am Bahnhof auf Nachrichten von ihren Angehörigen wartete.

Video | Zugunglück in Spanien

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Quelle: t-online

Zeitweise habe es das Gerücht gegeben, auch der Bruder habe überlebt und werde in einem Krankenhaus in Córdoba behandelt, berichtete „El País“ weiter. Aber es war nur eine Verwechselung: Inzwischen ist klar, dass alle vier Familienmitglieder des Kindes tot sind.

Die Familie stammte aus dem Ort Aljaraque und betrieb ein Bekleidungsgeschäft im nahe gelegenen Küstenort Punta Umbría. Die fünf befanden sich auf dem Rückweg aus Madrid, wo sie ein Fußballspiel von Real Madrid besucht hatten. Der Bürgermeister von Punta Umbría, José Carlos Hernández, sagte, der ganze Ort sei „tief erschüttert“. Die Familie sei sehr beliebt gewesen.

Unterdessen gehen die Untersuchungen zu dem Unglück weiter. Verkehrsminister Óscar Puente sprach von einem „extrem ungewöhnlichen Unfall“ auf einer geraden Strecke ohne Signale oder Weichen. Der betroffene Abschnitt war gerade erst für 700 Millionen Euro renoviert worden.

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