Die deutsche Nationalelf gewinnt auch den zweiten Test im WM-Jahr. Dabei ist das Ergebnis knapper, als es hätte sein müssen. Die Einzelkritik.

Aus Stuttgart berichtet William Laing

Auf das 4:3 in der Schweiz folgt ein 2:1 gegen Ghana. In Stuttgart holt die deutsche Nationalmannschaft einen verdienten Sieg, der angesichts der vielen Torchancen auch hätte höher ausfallen können. Aber eine mangelnde Verwertung dieser Möglichkeiten und eine teilweise fehlende taktische Disziplin machten das Spiel unnötig spannend. Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann sieht noch Steigerungsbedarf. „Wir haben die Positionen nicht mehr gut besetzt, hatten wieder sehr viel Freestyle, wie in der Schweiz. Dann sind wir sehr konteranfällig“, sagte der Bundestrainer in der ARD nach dem Spiel.

Die ersten 25 Minuten gefielen Nagelsmann. Doch danach wurde es ihm zu undiszipliniert. Bei niedrigen Temperaturen in Stuttgart seien die daraus resultierenden weiten Wege kein Problem, bei der WM in den heißen USA aber schon. Die Mannschaft habe es sich „ein bisschen selbst schwer“ gemacht, so Nagelsmann.

Auch wenn das DFB-Siegtor durch Deniz Undav erst in der 88. Minute fiel, habe der Bundestrainer „nicht gezittert“, aber: „Das 1:1 dürfen wir so nicht fressen“, kritisierte Nagelsmann.

Die auf der einen Seite gute, aber auf der anderen Seite auch fahrlässige Leistung der DFB-Elf spiegelt sich auch in den Noten wider. Gleich sechs Nationalspieler erhalten die Note zwei, zwei andere hingegen müssen sich mit der Note fünf begnügen. Die komplette Einzelkritik mit allen Noten finden Sie hier oder oben in der Fotoshow.

Für Bundestrainer Julian Nagelsmann geht es nun um die nächsten Schritte Richtung WM. Für ihn heißt das: Gegneranalyse. Am Dienstag ist er beim Spiel von Gruppengegner Ecuador in den Niederlanden. „An der Idee wird sich nicht mehr so, so viel ändern“, schränkte er aber ein: „Wir müssen viele Gespräche führen und finale Entscheidungen treffen.“

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