Schweres Erdbeben in Japan

Einkaufszentrum teilweise eingestürzt – ein Todesopfer

Aktualisiert am 28.07.2026 – 16:54 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Foto aus einem Hubschrauber der Nachrichtenagentur Kyodo News zeigt das teilweise zerstörte Gebäude der Aeon Mall in Kashima in der Präfektur Kumamoto. Erneut wurde Japan von einem starken Erdbeben erschüttert. (Quelle: kyodo/dpa/dpa-bilder)

Japan wird von einem starken Erdbeben erschüttert. Ein Mensch stirbt, es gibt Verletzte und Vermisste.

Bei einem schweren Erdbeben im Südwesten Japans ist mindestens eine Person ums Leben gekommen. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am späten Abend (Ortszeit) berichtete, starb das Opfer beim Zusammenbruch eines Hauses in der am schwersten betroffenen Präfektur Kumamoto auf der südwestlichen Hauptinsel Kyushu. Derweil suchten Einsatzkräfte weiter fieberhaft nach Vermissten in einem durch eine Explosion infolge des Bebens schwer beschädigten Einkaufszentrum der Präfektur.

Eine vorübergehende Warnung vor einem einen Meter hohen Tsunami wurde wieder aufgehoben. Kurz nach der ersten Erschütterung kam es auf Kyushu aber zu starken Nachbeben.

Epizentrum des Erdbebens lag in einer Tiefe von 10 km

Nach Angaben der japanischen Wetterbehörde (JMA) lag das Epizentrum des Erdbebens in einer Tiefe von 10 km und traf die Präfektur Kumamoto um 16.27 Uhr Ortszeit. Die Erschütterungen erreichten laut der Behörde die höchstmögliche Stufe 7 auf der japanischen Shindo-Skala für Erdbebenstärke.

Das Erdbeben richtete schwere Schäden an Gebäuden an, darunter an der berühmten Burg von Kumamoto. Laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo wurde infolge des erneuten Bebens ein Teil der Steinmauer der Burg beschädigt, wie auf Aufnahmen zu sehen war.

Die historische Steinmauer der berühmten Burg nach dem Erdbeben. (Quelle: kyodo)

Ein Dutzend Häuser stürzt nach Erdbeben ein

Nach vorläufigen Angaben der Präfekturpolizei stürzten rund ein Dutzend Häuser ein. In einem großen Einkaufszentrum in Kumamoto kam es dem Sender NHK zufolge zudem zu einer Explosion. Auf Luftaufnahmen des Senders waren enorme Schäden an dem Gebäude zu sehen. Mehrere Personen sollen eingeschlossen gewesen sein. Es gab zudem Berichte über Verletzte.

Ein Güterzug in der Region sei außerdem entgleist, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Abend Ortszeit berichtete. Die Start- und Landebahnen am Flughafen Aso Kumamoto wurden bis auf Weiteres gesperrt.

Es gingen bei der Feuerwehr unentwegt Notrufe ein, berichtete NHK. Unter den Verletzten befinden sich demnach etwa zehn Bewohner eines Pflegeheims. Bewohner, die im Rollstuhl saßen, seien gestürzt. Es gebe aber keine Schwerverletzten. „Ich war gerade mit Büroarbeit beschäftigt, als es plötzlich heftig vor und zurück schwankte“, wurde einer der Mitarbeiter des Pflegeheims zitiert. „Ich klammerte mich an den Schreibtisch, aber die Erschütterungen waren so stark, dass ich mich nicht ganz abstützen konnte“, hieß es.

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