Obszöne Geste im Derby

Wirbel um Rüdiger – Madrider Stadtderby eskaliert


22.09.2026 – 17:52 UhrLesedauer: 2 Min.

Antonio Rüdiger: Der Ex-Nationalspieler war mal wieder in eine Auseinandersetzung am Spielfeldrand verwickelt. (Quelle: IMAGO/Gokhan Taner/imago)

Beim Madrider Stadtderby eskaliert die Lage in der Halbzeitpause. Ein Atlético-Funktionär richtet eine vulgäre Geste gegen Real Madrid – mit Konsequenzen.

Beim Madrider Stadtderby im Metropolitano ist es in der Halbzeitpause zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen Atlético-Co-Trainer Gabi und Real-Verteidiger Antonio Rüdiger gekommen. Kameraaufnahmen des Streamingdienstes DAZN zeigen, wie Gabi den ehemaligen deutschen Nationalspieler mit einer obszönen Geste und Beleidigung provozierte.

Den Aufnahmen zufolge griff sich der frühere Atlético-Kapitän zunächst mit beiden Händen in den Schritt und richtete die Geste in Richtung des Real-Lagers. Anschließend suchte er das direkte Wortgefecht mit Rüdiger. Dabei soll er wiederholt obszöne Ausrufe in Richtung des Verteidigers geäußert haben.

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Reals Assistenzcoach Pedro Machado mischte sich ein und forderte Gabi auf, in die Kabine zurückzukehren. Die Lage beruhigte sich dennoch nicht: Atlético-Torwarttrainer Pablo Vercellone und Machado sahen schließlich beide die Rote Karte.

Ausgangspunkt war eine strittige Szene kurz vor der Pause. Atlético-Verteidiger Romero hatte Jude Bellingham mit offener Sohle am Bein getroffen – verwarnt wurde zunächst jedoch Bellingham. Rüdiger war zuvor bereits mit Morten Hjulmand aneinandergeraten, ehe mehrere Mitglieder beider Trainerstäbe in den Streit hineingezogen wurden.

Rüdiger immer wieder in Tumulte verwickelt

Rüdiger war in der Vergangenheit immer wieder in Tumulte mit gegnerischen Mannschaften verwickelt. Im Frühjahr 2025 zeigte er nach einem hitzigen Champions-League-Spiel von Real gegen Atlético eine „Kopf-ab-Geste“ mit dem Daumen am Hals in Richtung der gegnerischen Fans. Laut Rüdiger war dies eine Reaktion auf vorausgegangene, heftige rassistische Beleidigungen.

Nur wenige Wochen nach dem Atlético-Vorfall verlor Rüdiger im Finale der Copa del Rey gegen den FC Barcelona (2:3 n.V.) auf der Bank komplett die Nerven. Nach einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung warf er einen Eisbeutel und eine Taperolle in Richtung des Schiedsrichters. Nachdem der ihm daraufhin die Roten Karte gezeigt hatte, beleidigte er den Unparteiischen verbal schwer auf Deutsch und musste von Betreuern zurückgehalten werden. Der spanische Verband sperrte ihn dafür wettbewerbsübergreifend für sechs Spiele.

Im aktuellen Fall müssen nun aber mit den Teambetreuern andere eine hohe Strafe befürchten.

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