Jahresbilanz des Schlösserlands

Schloss Pillnitz verliert fast 100.000 Besucher – Moritzburg holt auf

17.03.2026 – 18:26 UhrLesedauer: 3 Min.

Blick auf Schloss Pillnitz (Archivbild): Die Gründe für den Besucherschwund seien vielfältig. (Quelle: imago stock&people)

Sachsens Schlösser, Burgen und Gärten ziehen weiterhin Millionen an. Doch während Schloss Pillnitz einen deutlichen Einbruch verzeichnet, profitiert Moritzburg von der Aschenbrödel-Schau.

Gut zwei Millionen Gäste besuchten 2025 die kostenpflichtigen Anlagen des Staatsbetriebs Schlösserland – genauso viele wie im Vorjahr. Schloss Pillnitz bleibt mit 313.000 zahlenden Besuchern zwar das beliebteste Ziel. Doch der Rückgang ist deutlich: Fast 94.000 Menschen weniger als noch 2024 kamen.

Als Grund wurde nicht nur das schlechte Wetter genannt. Auch der eingeschränkte Betrieb der Dampfschifffahrt auf der Elbe und die Schließung des Kunstgewerbemuseums führten demnach zum Schwund.

Schloss Moritzburg steht mit 306.000 Gästen zu Buche (Vorjahr: 278.000). Die Dresdner Parkeisenbahn im Großen Garten beförderte 224.000 Fahrgäste (221.000). Der Staatsbetrieb konnte seinen Umsatz um zwei Prozent auf mehr als 13,5 Millionen Euro steigern. Über die Hälfte der Einnahmen stammt aus Tickets für die Museen. Der Zuschuss vom Freistaat Sachsen belief sich 2025 auf 16,8 Millionen Euro (2024: 16,0 Millionen Euro).

„Anfang des Jahres haben wir uns doch eine ganze Reihe an Sorgen gemacht, machen müssen, auch wie so oft wegen des Geldes. ‚Wird es reichen? Wie können wir vorausschauend planen?'“, sagte Schlösserland-Chef Christian Striefler. Man habe an vielen Orten Einschränkungen machen müssen. Allerdings hätten sich die Kostensenkungen für Besucher nicht so bemerkbar gemacht.

Fast alle Standorte führten zusätzliche Schließtage ein. Schloss Nossen wurde geschlossen, Betriebszeiten der Wasserspiele wurden reduziert, auf Sonderausstellungen verzichtet, manche Veranstaltungen gestrichen. Dennoch habe sich das Jahr 2025 trotz düsterer Vorzeichen als sehr erfolgreich entwickelt, teilte der Betrieb mit. Er führt das vor allem auf erfolgreiche Ausstellungen wie die Aschenbrödel-Schau in Moritzburg zurück.

Auch sinkende Energiekosten trugen dazu bei, den Kostendruck zu senken. Im Klosterpark Altzella ging eine Photovoltaikanlage in Betrieb. Das Palmenhaus im Schlosspark Pillnitz erhielt einen maßgeschneiderten „Energieschirm“: Das einseitig verglaste, historische Pflanzenschutzhaus beherbergt exotische Pflanzen, die konstante Temperaturen brauchen, und hat daher einen enormen Energiebedarf. Durch eine zusätzliche Schutzschicht, die nun im Winter nachts ausgefahren wird, werden Einsparungen von bis zu 30 Prozent erwartet.

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