
Es geht um Millionen
Schwimmbad droht das Aus – OB fällt wichtige Entscheidung
15.01.2026 – 14:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Petition, Banner, 15.000 Unterschriften: Ein Kölner Schwimmbad kämpft ums Überleben. Kurz vor der Frist trifft der OB eine Entscheidung – eine Hürde bleibt.
Der Zeitpunkt war knapp: Nur einen Tag vor Ablauf der bundesweiten Antragsfrist am Donnerstag wurde die Entscheidung getroffen. Damit bleibt Köln im Rennen um Gelder aus der sogenannten Sportmilliarde des Bundes. Bei positiver Bewilligung würde der Bund bis zu 45 Prozent der Kosten übernehmen, die Stadt müsste mindestens 55 Prozent tragen.
Der Erfolg ist auch dem massiven öffentlichen Druck zu verdanken: Über 15.000 Menschen unterzeichneten eine Online-Petition, Fans des 1. FC Köln hängten im Stadion ein Banner auf, lokale Medien berichteten ausführlich. Die Betreiber des privat finanzierten Freibads sprechen von einem „Meilenstein“ und bedanken sich bei allen Unterstützern.
Allerdings steht die endgültige Finanzierung noch nicht fest. Die Verwaltung betonte in einer Stellungnahme gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, dass „nicht alle Projekte vom Fördermittelgeber ausgewählt werden“ dürften. Köln hat insgesamt elf Projekte mit Gesamtkosten von rund 30 Millionen Euro angemeldet. Welche davon tatsächlich gefördert werden, entscheidet der Haushaltsausschuss des Bundestags.
Das Dilemma der Stadt: Köln ist chronisch klamm bei Kasse, braucht aber Eigenmittel, um überhaupt Bundesförderung zu erhalten. Bei früheren Förderprogrammen war die Stadt leer ausgegangen – anders als Hamburg oder Berlin, die jeweils 21 und 15 Projekte gefördert bekamen.
Im Optimalfall, so die Betreiber, könnten die Bauarbeiten im Herbst 2027 starten. Der Rat der Stadt muss die Dringlichkeitsentscheidung am 5. Februar noch nachträglich genehmigen – was in solchen Fällen aber als Formsache gilt.