„Krankheit habe ich hinter mir gelassen“
Schlagerstar Nicole spricht über Brustkrebs
08.06.2026 – 06:51 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit „Ein bisschen Frieden“ gewann sie 1982 den ESC für Deutschland: Nicole. Später folgten Rückschläge, doch jetzt scheint sie wieder ganz die Alte zu sein.
Der Dezember 2020 wurde für Nicole zum Schock-Monat: Damals entdeckten Ärzte zwei bösartige Tumore bei ihr, die Sängerin machte einen radikalen Schnitt und kümmerte sich um ihre Gesundheit. Sie unterzog sich Operationen, Chemotherapien und Bestrahlungen. Wie geht es der inzwischen 61-Jährigen jetzt, rund sechs Jahre später?
Der Brustkrebs sei kein Thema mehr, erzählte sie in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. „Die Krankheit habe ich hinter mir gelassen, das ist fünf Jahre her“, sagte sie im saarländischen Nohfelden. Es gehe ihr gut – und sie sei „voller Lebensfreude“.
„Die Tage, die wir auf Erden haben, sind kostbar“
Angst vor einem Rückfall habe sie nicht. „Die werde ich auch nicht zulassen. Weil es mir viel von der Lebensqualität nimmt. Und die Tage, die wir auf Erden haben, sind kostbar“, sagte Nicole, die mit dem Song „Ein bisschen Frieden“ 1982 für Deutschland den Eurovision Song Contest gewann.
Am 18. September startet die Saarländerin zu ihrem 45. Bühnenjubiläum eine neue Tour im sächsischen Coswig. Insgesamt 14 Konzerte stehen bis zum 22. November bundesweit auf dem Programm. Die „Schätze“, die sie singen werde, seien Songs aus über vier Jahrzehnten – allerdings in einem neuen Format. „Sie klingen heutiger“, sagte sie.
Die Lieder habe sie teilweise mit anderen Instrumenten neu arrangieren lassen. „Aber wir entfremden die Titel nicht. Man erkennt sie sofort. Wir machen jetzt aus ‚Ein bisschen Frieden‘ keinen Boogie-Woogie oder so.“
„Wenn ich gehe, gehe ich auf leisen Sohlen“
Die Jubiläumstour sei keine Abschiedstour. Die Arbeit macht ihr zurzeit viel Spaß, sagte Nicole, die mit vollem Namen Nicole Seibert heißt. „Wenn ich gehe, wird es keine Abschiedstournee geben“, sagte die 61-Jährige. „Wenn ich gehe, gehe ich auf leisen Sohlen.“
Bei ihren Konzerten ziehe sie am Ende immer einen imaginären Hut und verneige sich vor dem Publikum. „Ich habe meine Fans gesagt: Wenn Ihr irgendwann einmal auf der Bühne einen echten Hut seht, dann wisst Ihr, Ihr seid die letzten, die mich beim Konzert sehen.“
