„Das ist Rufmord“

Freddy Quinn entsetzt über falsche Todesmeldung


08.06.2026 – 17:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Freddy Quinn: Vor 70 Jahren gelang ihm der Durchbruch. (Quelle: imago stock&people)

Ein Wikipedia-Eintrag erklärte Freddy Quinn für tot. Nun reagiert der 94-Jährige auf die Falschmeldung – und zeigt sich wütend.

Ein anonymer Nutzer änderte am Donnerstag um 18.46 Uhr den Wikipedia-Eintrag von Freddy Quinn und ergänzte einen einzigen Satz: „Verstorben am 4. Juni 2026.“ Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, verbreitete sich die Falschmeldung schnell, Journalisten begannen zu recherchieren, Freunde riefen bei dem Sänger zu Hause an.

Daraufhin meldete sich Freddy Quinn persönlich zu Wort. „Verklagen sollte man die! Das ist doch Rufmord. Ich schlaf‘ gern mal ein Ründchen, aber ich bin ganz sicher nicht tot. Diese Idioten!“, so der 94-Jährige wütend im Gespräch mit dem Blatt. „Wer denkt sich bloß diesen Mist aus?“, zeigte sich auch seine Ehefrau Rosi entsetzt.

Wer den falschen Eintrag verfasst hat, ist nicht bekannt. Auf Wikipedia kann grundsätzlich jeder Einträge bearbeiten. Laut „Bild“ war die Falschinformation nur kurz online, machte aber schnell die Runde.

„Traurige Nachricht“

Es ist nicht das erste Mal, dass Freddy Quinn für tot erklärt wird. Vor einem Jahr wurde auf YouTube ein Video mit dem Titel „Traurige Nachricht: Freddy Quinn ist im Krankenhaus gestorben“ veröffentlicht. Auf Facebook heißt ein Beitrag: „Freddy Quinn ist tot – das traurige Geheimnis seines Lebens erschüttert ganz Deutschland!“

Aber Freddy Quinn lebt. Der Musiker ist mittlerweile 94 Jahre alt. Der musikalische Durchbruch gelang dem Schlagersänger vor 70 Jahren mit dem Lied „Heimweh“. Es folgten Hits wie „Junge, komm bald wieder“, „La Paloma“, „Die Gitarre und das Meer“ und „Unter fremden Sternen“. Mit insgesamt über 60 Millionen verkauften Tonträgern, mindestens 15 Goldenen Schallplatten und 10 Nummer-Eins-Hits zwischen 1956 und 1966 gehört Quinn zu den erfolgreichsten Künstlern der deutschen Musikgeschichte.

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