Drogenhandel mit Mietwagen

Kokain-Taxis in Berlin: Polizei findet Waffen und Silber

21.03.2026 – 08:00 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Smartphone zeigt eine SMS mit Preisen und Mengenangaben für Drogen (Symbolbild): Die Berliner Polizei nahm einen Beschuldigten fest. (Quelle: Guido Schiefer/imago-images-bilder)

Ermittler gehen gegen ein mutmaßliches Drogennetzwerk vor. Ein Mann soll Autovermietungen nur zum Schein betrieben haben – um Kokain auszuliefern.

Die Polizei hat in Berlin und Brandenburg mehrere Wohnungen mutmaßlicher Drogenhändler durchsucht. Im Fokus stehen mehrere Beschuldigte im Alter von 31 bis 38 Jahren. Sie sollen den Handel mit Betäubungsmitteln unterstützt haben – unter anderem mit sogenannten Kokain-Taxis.

Im Zentrum der Ermittlungen steht ein 31-Jähriger. Er soll Autovermietungen nur vorgetäuscht haben. Die Fahrzeuge seien stattdessen für Lieferfahrten von Kokain im Berliner Stadtgebiet genutzt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Für die Firmen soll er falsche Personalien aus dem Ausland verwendet haben.

Die Ermittlungen laufen bereits seit 2024. Am Donnerstag durchsuchten Einsatzkräfte sechs Wohnungen und Aufenthaltsorte in Berlin und Brandenburg.

Dabei fanden die Beamten unter anderem ein Sturmgewehr, eine Schrotflinte, zwei scharfe Pistolen sowie zwei Schreckschusswaffen und Munition. Außerdem stellten sie mehr als 30 Ausweise aus verschiedenen europäischen Ländern, Blanko-Zulassungsdokumente, 15 Kilogramm Silberbarren und rund 8.000 Euro Bargeld sicher.

Ein Beschuldigter wurde festgenommen. Er sollte am Freitag einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert an.

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