Schlafapnoe kann neurologische Krankheit begünstigen

Studienleiter Neilson erklärt das so: „Wenn die Atmung aussetzt und der Sauerstoffgehalt im Blut nicht normal ist, funktionieren wahrscheinlich auch die Neuronen nicht mehr normal.“ Wenn dieser Zustand über Jahre hinweg andauert, könnte das erklären, warum das Gehirn anfälliger für Krankheiten wie Parkinson wird. Andersherum könne die CPAP-Therapie eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegen neurodegenerative Erkrankungen aufbauen, einschließlich Parkinson, so der Experte.

Schätzungen zufolge leiden in Deutschland etwa 30 Prozent der Männer und 13 Prozent der Frauen an einer obstruktiven Schlafapnoe. Ab dem 65. Lebensjahr ist sogar mehr als jeder zweite Mann betroffen. Allerdings bleibe die obstruktive Schlafapnoe aufgrund der zum Teil unspezifischen Symptome häufig unbemerkt, erklärt der Schlafmediziner Clemens Heiser. Daher sei eine obstruktive Schlafapnoe wahrscheinlich wesentlich häufiger als bisher angenommen, vor allem bei scheinbar gesunden Menschen ohne auffällige Symptome.

Typisch für die Erkrankung sind lautes, unregelmäßiges Schnarchen, häufiges nächtliches Aufwachen und eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit. Aber auch morgendliche Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Stimmungsschwankungen oder nächtliches Schwitzen können auf eine Schlafapnoe hinweisen.

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