
Rund 320.000 Euro investiert
Historisches Gebäude nach Sanierung wiedereröffnet
02.12.2025 – 19:08 UhrLesedauer: 1 Min.
Fünf Monate lang wurde ein historisches Gebäude in Braunschweig instand gesetzt. Nun hat Oberbürgermeister Thorsten Kornblum den Erinnerungsort wiedereröffnet – und die Bedeutung des Hauses hervorgehoben.
Nach fünfmonatiger Sanierung ist das Schillhaus offiziell wiedereröffnet worden. Oberbürgermeister Thorsten Kornblum würdigte das historische Gebäude als wichtigen Ort des Gedenkens in Braunschweig. Rund 320.000 Euro investierte die Stadt in die denkmalgerechte Instandsetzung, um den Erinnerungs- und Lernort langfristig zu sichern.
Die Gedenkstätte Schillstraße mit dem Schillhaus gilt als zentraler Ort des Erinnerns an die Opfer des Nationalsozialismus. Direkt neben dem heutigen Gelände befand sich 1944/45 ein Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme.
Dort wurden rund 800 Menschen – überwiegend polnische Juden aus dem Ghetto Łódź – unter extremen Bedingungen zur Zwangsarbeit gezwungen. Der Arbeitskreis „Andere Geschichte“ macht diese Geschichte als Träger der Gedenkstätte bis heute sichtbar.
Kornblum betonte bei der Wiedereröffnung die Verantwortung der Stadt, historische Orte zu erhalten: Das Schillhaus sei ein Ort, „der uns immer wieder daran erinnert, wie wichtig es ist, die Vergangenheit nicht zu vergessen und aus ihr zu lernen“. Mit der Sanierung setze Braunschweig ein klares Zeichen für die Bewahrung von Demokratie, Menschlichkeit und Würde.
Für die Instandsetzung wurden zahlreiche bauliche Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehörten die Entsorgung der schadstoffbelasteten alten Dacheindeckung, ein neues Schieferdach mit Blitzschutzanlage, statische Ertüchtigungen am Tragwerk sowie die Überarbeitung von Fassade und Fenstern. Außerdem erhielt das Gebäude einen neuen Heizkreisverteiler und einen frischen Innenanstrich.