
Stationen in den USA fehlen jedoch komplett. Der 31-Jährige begründete dies mit Sorge um seine Fans angesichts der scharfen Migrations- und Abschiebepolitik in den USA – besonders gegen Latinos. Die Entscheidung, die USA bei seiner Tour auszulassen, schlug in den Vereinigten Staaten politische Wellen.
Bad Bunny äußert wiederholt Kritik an den Einsätzen der US-Bundesbehörde Immigration and Customs Enforcement (ICE). Er erklärte in Interviews, er wolle nicht riskieren, dass seine Fans bei Konzerten von der Einwanderungsbehörde wegen ihres Migrationsstatus kontrolliert würden.
Der Künstler nutzte wie einige andere Stars die Bühne der Grammys für politischen Protest. Er übte scharfe Kritik an der US-Einwanderungsbehörde: „Bevor ich Gott danke, sage ich: ICE raus!“
Bad Bunny fuhr fort: „Wir sind keine Wilden, wir sind keine Tiere, wir sind keine Fremden, wir sind Menschen, und wir sind Amerikaner.“ Die Gäste im Saal reagierten mit Standing Ovations, Jubel und langem Applaus. Die Auszeichnung für das beste Album widmete er „all den Menschen, die ihre Heimat, ihr Land verlassen mussten, um ihren Träumen zu folgen“.
Dass das „Böse Häschen“ nun dennoch für eine einzige Show in den USA zurückkehrt, verleiht dem Auftritt zusätzliche Brisanz. Schon 2020 stand er in der Halbzeit des Super Bowl auf der Bühne – mit Jennifer Lopez und Shakira. Diesmal soll er als erster Künstler überhaupt eine komplette Super-Bowl-Halbzeitshow auf Spanisch singen.
Die NFL hatte Bad Bunny im Herbst 2025 offiziell als Headliner angekündigt – und damit einen teils hitzigen öffentlichen Streit ausgelöst. Konservative Politiker und Trump-nahe Gruppen kritisieren den Auftritt des puerto-ricanischen Rappers scharf und verlangten eine „All-American“-Alternative.