
„Hopfen und Malz verloren“
Hannes Jaenicke teilt gegen das ZDF aus
14.02.2026 – 22:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach mehr als 15 Jahren wird Hannes Jaenickes Doku-Reihe im ZDF abgesetzt. Dem Schauspieler fehlt dafür jedes Verständnis. Jetzt macht er seinem Ärger Luft.
Die Umwelt-Doku-Reihe „Im Einsatz für …“ erfreute sich bei Kritikern großer Beliebtheit. Einmal im Jahr stellte Hannes Jaenicke ein besonderes Thema in den Mittelpunkt seiner Sendung. 2025 war die Reihe zum letzten Mal zu sehen, Jaenicke war damals im Einsatz für den Oktopus.
Über das Ende des Formats zeigte sich Jaenicke nun im Interview mit dem „Berliner Kurier“ fassungslos. „Das ‚Traumschiff‘ fährt weiter und meine kleine Sendung wird abgesetzt?“, fragte er die Reporterin am roten Teppich. „Ich hätte die Sendung wahnsinnig gerne weiter gemacht, aber Umweltthemen sind im Moment einfach nicht gefragt und gewünscht. Das wird sich hoffentlich wieder ändern“, sagte er weiter.
Die Quote sei „hervorragend“ gewesen, so Jaenicke, „die Klickzahlen waren sensationell“. Weiter erklärte er: „Wir haben mehr Preise gewonnen als irgendeine andere Doku-Reihe.“ Seiner Meinung nach, müsse erst der Leidensdruck steigen, damit eine Sendung wie seine wieder mehr Beachtung finden könne.
„Wir kapieren es erst, wenn wir unser Essen vergiften, wenn wir absaufen, wenn Brandenburg völlig austrocknet und wenn die Meeresspiegel weiter ansteigen. Der Mensch funktioniert nur unter Leidensdruck. Das ist die traurige Wahrheit“, fasste er seinen Unmut zusammen.
Das Fazit des 65-Jährigen ist schonungslos: „Die Leute denken nicht mehr nach und sie haben offensichtlich auch den moralischen Kompass verloren. Da fällt mir nur ein Satz ein: Lieber Gott, wirf Hirn vom Himmel! So dumm wie diese Generation durch Social Media gemacht wird, ist da meiner Meinung nach Hopfen und Malz verloren.“