Schaurige Tradition in Alpenländern zum Pendant des Nikolaus

Teuflischer Schrecken

Wo Ihnen der Krampus auflauern kann


Aktualisiert am 22.11.2024Lesedauer: 3 Min.

Krampus: Er hat meist ein zotteliges Fell, Hörner und eine angsteinflößende Fratze. (Quelle: Volker Preußer/imago-images-bilder)

In der Weihnachtszeit sollten Sie nicht nur besinnlich, sondern auch wachsam sein. Denn es könnten in einigen Regionen höllische Gestalten umherschleichen.

Gut und Böse lassen sich nicht immer leicht voneinander trennen. Genauso verhält es sich mit dem barmherzigen Nikolaus und dem teuflischen Krampus.

Während der Nikolaus traditionell die braven Kinder mit Süßigkeiten und kleinen Geschenken belohnt, erschreckt der furchterregende Krampus alle Kinder, die nicht artig waren. Krampus ist damit das schaurige Pendant zu Knecht Ruprecht. Allerdings ist seine Gestalt viel Furcht einflößender.

Der Name Krampus lässt sich auf zwei Wegen erklären. Er lässt sich zum einen vom altdeutschen Wort „Krampen“ ableiten, das so viel wie Kralle bedeutet und auf seine schaurige Gestalt anspielt. Zum anderen aber auch vom bayerischen Wort „Krampn“, was so viel wie etwas Lebloses, Vertrocknetes, Verblühtes oder Verdorrtes heißt.

Krampus hat meist ein zotteliges Fell, eine lange Zunge, Hörner und eine angsteinflößende Fratze. Er trägt Ketten und Eisenglocken bei sich, mit denen er lärmend durch die Straßen zieht.

Die teuflische Gestalt trägt eine Rute in der Hand und auf ihrem Rücken oft eine sogenannte Butte. Das ist ein Gefäß, in das Krampus der Sage nach besonders unartige Kinder steckt.

Während der 5. Dezember der Krampustag ist, bleibt dem Nikolaus traditionell der 6. Dezember vorbehalten. Nicht selten treten sie aber gemeinsam an beiden Tagen auf.

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