Zehn Barren beim Rasenmähen gefunden
Ort bekommt nach Ostern überraschenden Goldschatz
01.04.2026 – 10:57 UhrLesedauer: 2 Min.
11.000 Einwohner, ein aktives Vereinsleben – und demnächst ein warmer Geldregen? Nach einem aufsehenerregenden Fund steigt in einem Vorort von Dresden die Vorfreude.
Die 11.000-Einwohner-Gemeinde Bannewitz bei Dresden wird vermutlich bald um zehn Goldbarren reicher sein. „Richtig ist, dass nach Ostern die sechsmonatige Frist nach dem Fundrecht abläuft und wir die Goldunzen bei der Polizei abholen können“, teilte der Bürgermeister von Bannewitz, Heiko Wersig, t-online mit.
Der Stichtag ist der 17. April. Ein Klärwärter des Abwasserbetriebes hatte im vergangenen Oktober beim Rasenmähen zur großen Überraschung aller die kleinen Goldbarren entdeckt, verteilt über eine Wiese. Jeder Barren war eine Unze schwer, mit einem Reinheitsgrad von 99,99 Prozent.
Die Gemeinde schaltete die Polizei ein, weil die Möglichkeit bestand, dass jemand das Gold nach einer Straftat weggeworfen oder verloren hatte. Aber die Barren ließen sich laut einem Polizeisprecher zumindest bisher keinem Verbrechen zuordnen.
Auch sonst konnte bis heute kein rechtmäßiger Besitzer ausfindig gemacht werden, der anhand der Seriennummern sein Eigentum nachweisen konnte. Zwar brachten sich einige Menschen in Stellung, gut ein Dutzend private Hinweise gingen ein. Aber die Geschichten, die sie auftischten, waren teils abenteuerlich. Einer habe behauptet, bei einem Drohnen-Überflug das Gold verloren zu haben, sagte Bürgermeister Wersig laut „Bild“-Zeitung.
Wenn bis zum 17. April immer noch kein Eigentümer gefunden ist, darf die Gemeinde das Gold behalten. Aktuell sind die zehn Unzen etwa 40.000 Euro wert.
Was die Gemeinde damit anfangen will, ist auch schon klar: „In Absprache mit dem Gemeinderat wollen wir das Gold zeitnah verkaufen und unseren ehrenamtlichen Vereinen zugutekommen lassen, die sich für unsere Gemeinschaft in der Kommune einsetzen“, teilte Bürgermeister Wersig t-online mit.
Aber auch der Finder soll etwas bekommen: „Beim Kollegen des Abwasserbetriebes, der den Goldschatz gefunden hat, werden wir uns erkenntlich zeigen“, versprach Wersig.
