Begriffe erklärt

Was bedeutet Scharade? Herkunft, Bedeutung und Beispiele


Aktualisiert am 17.06.2025Lesedauer: 2 Min.

Eine Scharade aufführen bedeutet, nur so zu tun, als ob – um andere bewusst zu täuschen. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Viktor Gladkov/imago)

„Das ist doch nur eine Scharade“ – diese Redewendung haben Sie bestimmt schon mal gehört. Aber wissen Sie auch was dahintersteckt? Mehr dazu im Artikel.

Redewendungen gibt es viele, manche davon nutzen Sie, ohne die Bedeutung genau zu kennen. Wissen Sie wirklich, was eine Scharade ist? Sie kennen zwar den Kontext der passenden Anwendung, aber woher kommt das Wort und wer hats erfunden? Das verraten wir Ihnen.

Wenn jemand von einer „Scharade“ spricht, meint er in der Regel ein Verhalten, das nicht echt ist. Eine Scharade liegt dann vor, wenn jemand Gefühle, Absichten oder Einsicht nur vortäuscht. Der Ausdruck beschreibt also ein bewusstes Hinter-das-Licht-Führen – etwa in Konflikten, Verhandlungen oder persönlichen Beziehungen. Hier sind einige geläufige Redewendungen und feste Wendungen mit dem Wort „Scharade“, die im Deutschen verwendet werden – meist in übertragenem, kritischem Sinn:

Das Wort „Scharade“ stammt aus dem Französischen („charade“) und bezeichnete ursprünglich ein Silbenrätsel – eine Art Ratespiel, bei dem einzelne Silben eines Begriffs beschrieben werden. Später entwickelte sich daraus das pantomimische Spiel, bei dem ganze Wörter oder Begriffe durch Gesten dargestellt werden. Die übertragene Bedeutung als Redewendung – also im Sinn von Täuschung – entstand im Deutschen erst viel später.

Der Begriff taucht oft in politischen oder gesellschaftlichen Diskussionen auf – zum Beispiel, wenn Maßnahmen als Show für die Öffentlichkeit empfunden werden, ohne tatsächliche Wirkung. Auch in den meisten Filmen gibt es Szenen, in denen eine oder mehrere Figuren bewusst eine Scharade inszenieren:

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