
Winter im Norden
Schnee und Glatteis in Bremen: Darf man Salz streuen?
Aktualisiert am 06.01.2026 – 19:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Der erste Wintereinbruch ist im Norden angekommen, auch Bremen kämpft mit Schnee und Glatteis. Diese Streupflichten gelten in der Hansestadt.
In Bremen ist jetzt Winter: Die Meteorologen erwarten Frost in den Nächten, es kann in den kommenden Tagen auch immer wieder schneien.
Vor allem die Gehwege werden bei Schnee und überfrierender Nässe schnell zu gefährlichen Rutschpartien. Also muss gestreut werden. Die Streupflicht kann auch auf Mieter übertragen werden. Geregelt wird dies im Mietvertrag. Eigentümer sind selbst verpflichtet, für rutschfreie Gehwege zu sorgen. Denn: Die Straßenreinigung ist in den meisten Fällen nicht für die Räumung von Schnee und Eis zuständig. „Sie müssen den Gehweg und die Fläche entlang des angrenzenden Grundstücks, einschließlich der Treppen, eis- und schneefrei halten“, heißt es bei der Bremer Stadtreinigung. „Dies müssen Sie werktags von 7 bis 20.30 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 9 bis 2 Uhr einhalten.“
Beim Streugut darf nur Sand, Splitt oder Granulat als genutzt werden. „Nur bei Glatteis und Eisregen ist der Einsatz von salzhaltigen Streumitteln zulässig“, schreibt die Bremer Stadtreinigung. Laut „buten un binnen“ dürfen nur Treppen, Kreuzungen, Steigungen und stark genutzte Gehwege mit Salz gestreut werden. Wer abseits dieser Ausnahmen zu Salz greift, riskiert ein Bußgeld in dreistelliger Höhe, heißt es dort weiter.
Salzstreuen im Winter schädigt die Umwelt erheblich. Es führt zu Bodenverdichtung, reduziert die Bodendurchlüftung und verdrängt wichtige Nährstoffe, was den pH-Wert erhöht. Straßenbäume sind besonders betroffen und leiden unter diesen Bedingungen. Auftausalze belasten außerdem das Grundwasser und verursachen Korrosionsschäden an Brücken, Fahrbahnen und Fahrzeugen, so die Verbraucherzentrale Hamburg.
Verbraucherschützer raten zum Einsatz von Sand, Splitt oder Granulat mit dem Umweltsiegel „Blauer Engel“. Bei steigenden Temperaturen lässt sich das Streugut zusammenkehren und erneut nutzen.