Said El Mala rettet späten Punkt bei Werder Bremen

1. FC Köln

El Mala trifft schon wieder, aber: „Was wir noch hinkriegen müssen…“


29.11.2025 – 19:47 UhrLesedauer: 3 Min.

Großer Jubel bei Said El Mala (links) nach dem späten Ausgleich gegen Bremen: (Quelle: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Max Vincen/imago)

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Said El Mala rettet dem 1. FC Köln beim SV Werder Bremen in der Nachspielzeit einen Punkt. Der 19-Jährige schwärmte hinterher vom Gefühl des Torjubels.

Einmal mehr hat Said El Mala beim 1. FC Köln für das Highlight des Spieltags gesorgt. Nach zwei Niederlagen in Folge schienen die Geißböcke im Auswärtsspiel bei Werder Bremen in eine erste Krise zu schlittern. Doch dann sicherte der 19-Jährige dem FC mit seinem fünften Saisontor doch noch einen Punkt.

Es lief die zweite Minute der Nachspielzeit, als sich El Mala – bis dato einer der wenigen Kölner mit Normalform – noch einmal den Ball an der Seitenauslinie schnappte. Der 19-Jährige zog das Tempo an, ließ seinen Gegenspieler stehen und lief in den Bremer Strafraum. Dort schoss er mit seinem starken Rechten eigentlich in Richtung langes Eck. Doch der Ball wurde noch abgefälscht. Glück für El Mala, denn die Kugel schlug so unhaltbar im kurzen Eck zum 1:1-Endstand ein.

„Wenn du so einen Spieler hast, der auch in der letzten Minute noch ins Eins-gegen-Eins geht, hast du auch mal Glück, dass der Ball abgefälscht wird“, sagte Mittelfeldspieler Tom Krauß hinterher. „Wir als Mannschaft halten ihn auf dem Boden und versuchen ihn zu seinen Stärken zu bringen. Dann kann er uns noch sehr helfen.“

Was auf den Treffer folgte, war Freude pur. El Mala sprang in die Höhe, ballte die Faust und sprintete in Richtung Gästeblock. „Es ist immer wieder Wahnsinn, vor unseren Fans ein Tor zu machen“, sagte El Mala bei „FC-TV“. „Natürlich wünscht man sich, dass es schon früher klappt, aber solange es am Ende klappt und das eine unserer Waffen ist, warum nicht?“

Erstmals hatte El Mala am Samstag ein Bundesliga-Spiel über die gesamte Spielzeit absolviert. Das lobte hinterher auch Trainer Lukas Kwasniok. „Das ist eine wichtige Erkenntnis, dass er jetzt auch 90 Bundesliga-Minuten spielen kann. Das ist ein Unterschied zur 3. Liga“, lobte der FC-Trainer, der den Youngster behutsam aufgebaut hatte. „Dass er für uns den Unterschied ausmachen kann, ist allseits bekannt. Wichtig ist, dass er den Willen behält, sich zu verbessern. Den hat er.“

Kwasniok betonte, dass El Mala in den 90 Minuten auch häufiger Bälle im Dribbling verloren hatte. „Aber es ist bewundernswert, dass er nicht darüber nachdenkt, sondern es in der nächsten Situation wieder versucht.“ Dann fügte er mit einem Lächeln hinzu: „Was wir noch hinkriegen müssen: Er ist manchmal so schnell, dass er den Mitspielern nicht die Zeit gibt, um nachzurücken.“ Am Samstag ging es gut aus, der abgefälschte Schuss reichte zum Punktgewinn.

Doch El Mala machte auch keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft lange Zeit keine gute Leistung geboten hatte. Insbesondere in der ersten Halbzeit waren die Geißböcke weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Kwasniok sprach gar von einem „Energieproblem“ seiner Mannschaft, welches man erst in der Halbzeitpause in den Griff bekommen habe.

„Wir hatten eigentlich einen guten Matchplan, haben uns sehr gut vorbereitet. Ich weiß aber die Gründe nicht, warum es nicht geklappt hat“, sagte El Mala. „In der zweiten Halbzeit, auch mit den beiden Wechseln, hatten wir mehr Stabilität im Anlaufen und bei den zweiten Bällen. Da waren wir dann deutlich besser.“ Am Ende profitierte El Mala von seinen verbesserten Mitspielern – und der FC von El Mala. So konnten die Geißböcke als zwischenzeitlicher Tabellen-Neunter mit 15 Punkten zurück nach Köln fahren.

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