Säugling schwer verletzt im Krankenhaus: Polizei äußert Verdacht

Kind schwebt in Lebensgefahr

Säugling schwer verletzt – jetzt gerät der Vater ins Visier


21.01.2026 – 19:00 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Rettungshubschrauber (Symbolbild): Ein Baby kämpft seit fast einer Woche im Krankenhaus ums Überleben. (Quelle: C3 Pictures/IMAGO/imago-images-bilder)

Ein drei Monate alter Säugling wird per Hubschrauber in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei beginnt zu ermitteln. Wenige Tage später rückt der Vater in den Fokus.

Die Polizei hat am Mittwoch in Mühlheim am Main den Vater eines Kindes festgenommen, das am Donnerstag mit massiven Verletzungen in eine Klinik eingeliefert worden war. Gegen ihn werde wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt, teilten die Kriminalpolizei Offenbach und die Zweigstelle Offenbach der Staatsanwaltschaft Darmstadt in einer gemeinsamen Erklärung am Mittwoch mit.

Die Verletzungen des Kindes würden demnach auf mutmaßliche körperliche Gewalt hinweisen, hieß es weiter. Das Kind werde mittlerweile seit fast einer Woche intensivmedizinisch betreut. „In der Zeit musste es auch schon notoperiert werden“, erklärte Staatsanwalt Sebastian Knell von der Staatsanwaltschaft Darmstadt im Gespräch mit t-online. Es schwebe noch immer Lebensgefahr.

Welche Verletzungen das Kind genau habe, werde aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt gegeben, ebenso das Geschlecht, führte der Staatsanwalt aus. Auch wer den Notruf abgesetzt habe und wie es dazu gekommen war, ließ er offen. Klar ist dagegen nur: „Nach den bisherigen Ermittlungen kommt nur der Vater als Tatverdächtiger in Betracht“, so Knell. Der Verdacht gegen den 35-Jährigen habe sich zuletzt immer weiter erhärtet. Er lebt zusammen mit der Kindsmutter in Mühlheim am Main.

Dort sei er am Mittwoch festgenommen und anschließend einem Haftrichter vorgeführt worden, so die Behörden in ihrer Mitteilung. Dieser erließ einen Haftbefehl gegen den Mann und ordnete eine Untersuchungshaft an.

Aktie.
Die mobile Version verlassen