
Weniger Flüge im Sommer
Billigflieger reduziert Angebot in Hamburg
Aktualisiert am 15.01.2026 – 17:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Ryanair verkleinert sein Angebot in Hamburg: Es soll im Sommer um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Der Flughafen gibt sich gelassen. Die CDU-Fraktion hingegen spricht von einem „Alarmsignal“.
Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat erneut angekündigt, ihr Angebot am Hamburger Flughafen zu reduzieren. Im Sommer werde die Kapazität um ein Fünftel gegenüber dem Vorjahr reduziert, teilte Ryanair mit. Die Airline begründete diesen Schritt mit „überhöhten und wettbewerbsunfähigen“ Gebühren, die der Flughafen nicht senken wolle. Auf Nachfrage teilte Ryanair nicht mit, welche Flüge gestrichen werden. Dies solle im Februar geschehen.
„Ryanair hat angekündigt, im Sommerflugplan 2026 sechs Flüge von und nach Hamburg pro Woche zu streichen“, hieß es von einem Flughafensprecher auf Nachfrage. Insgesamt gebe es im Sommer aber mehr als 2.000 wöchentliche Flüge ab Hamburg. Man spreche mit vielen Airlines, die noch an ihren Plänen arbeiteten.
Die oppositionelle CDU-Fraktion sprach von einem weiteren „Alarmsignal“ für die Attraktivität des Standorts. Michael Becken, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, sagte: „Andere Städte arbeiten aktiv daran, neue Fluglinien an ihre Flughäfen zu binden, Hamburg hingegen wirkt passiv.“
Ryanair droht den Flughäfen immer wieder öffentlich damit, sie künftig seltener anzufliegen, sollten die Gebühren nicht reduziert werden. Bereits im Oktober des vergangenen Jahres sowie im Oktober 2024 kündigte die Airline Kürzungen in Hamburg an. In der Vergangenheit hatte Ryanair keine eigenen Maschinen in Hamburg stationiert. Zum aktuellen Stand konnte eine Sprecherin kurzfristig keine Angaben machen.
Airlines zahlen verschiedene Abgaben, darunter die im Juli sinkende Luftverkehrsteuer, die Flugsicherungsgebühr, die Luftsicherheitsgebühr und die Flughafenentgelte. Über die Flughafenentgelte, über die sich Ryanair beschwert, finanzieren sich die Flughäfen.